Magazin nach Attentat
Nur magere 30 «Charlie Hebdo»-Ausgaben für den Aargau vorgesehen

Um morgen Freitag ein Exemplar des französischen Satiremagazins ergattern zu können, reicht womöglich nicht mal früh aufstehen. Die erstaunlich wenigen Exemplare, die die Schweiz erhält, dürften bereits reserviert worden sein.

Daniel Vizentini
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«Was gibt es für eine Zukunft für unsere Dschihadisten?», fragt diese Karikatur. «Nachtwache beim Carrefour?»
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Das Geschäft mit den Geiseln
«Mehr Leute für ‹Charlie› als für die Messe.» Die Flamme für den unbekannten Soldaten unter dem Pariser Triumphbogen kriegt wegen dem grosen Menschenaufmarsch einen Ständer: «Je bande!».
Dem Attentäter ist es zu kompliziert zwischen gut und böse zu unterscheiden.
Auch die Karikatur rechts hat es in sich: «Ramadan», steht da. «Ich lass mir die Pussy kauen, wann ich will», sagt dann eine junge Frau zum Muslim
Erste Einblicke in die neue «Charlie Hebdo»-Ausgabe

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Charlie Hebdo/watson

Fünf Millionen Mal soll gemäss Medienberichten die aktuelle «Charlie Hebdo»-Ausgabe gedruckt und auf die Kioske der ganzen Welt verteilt werden. Das sind über 80 Mal mehr als die übliche Auflage von 60 000 Exemplaren, in der die französische Satirezeitschrift normalerweise erscheint. Verhältnismässig müsste in der Schweiz statt den üblichen 130 Exemplaren an die 10 000 in die Kioske kommen.

Dem ist aber nicht so. Trotz «mehreren Tausend Bestellungen», die gemäss Disponent Charles Herzog beim Schweizer Kioskbetreiber Valora Retail eingegangen sind, bekommt die Schweiz morgen Freitag nur erstaunlich wenig «Charlie»-Exemplare: Magere 800 werden es sein, sagt Herzog. Im Aargau werden sogar nur rund 30 Ausgaben verkauft, die auf fünf Kioske im Kanton verteilt werden. Gemäss Charles Herzog liegen diese in den Bahnhöfen von Aarau, Baden und Lenzburg sowie im Coop City in Aarau und im Coop Aarepark in Würenlingen.

«Diese 30 Ausgaben werden wahrscheinlich innert Sekunden ausverkauft sein», sagt er. Dies, wenn nicht bereits alle Ausgaben in den jeweiligen Kiosken von Kunden vorreserviert wurden. Genaue Angaben dazu gibt es bei Valora Retail nicht. Wer morgen Freitag keine Ausgabe bekommt: Disponent Charles Herzog hat bereits eine «Charlie»-Nachlieferung bestellt. Am Montag sollen neue Exemplare in die Schweizer Kioske kommen.