Mit Blaulicht einen Gesuchten verfolgen, Kriminelle verhaften, Raser stoppen, Bussen ausstellen oder auch Schiessen. Es erstaunt nicht, dass bei der Kantonspolizei Aargau täglich Bewerbungen hereinflattern. So mancher will Polizist werden und die Gesetze hüten. Wer Polizist werden will, muss aber physisch wie auch psychisch auf der Höhe sein.

Und daran scheitert es schon oft: Denn nur einer von acht Bewerbern erfüllt die Voraussetzungen der Kantonspolizei Aargau und kann die Polizeischule absolvieren. «Man muss einen gefestigten Charakter haben. Man muss psychisch und physisch belastbar sein und man muss vor allem bei den Aufnahmeprüfungen mithalten können, sei dies im Sport oder auch in der Sprache», sagt Roland Pfister, Sprecher der Kantonspolizei Aargau.

Polizeischule: Durchhalteübung als Schlussbouquet

An der so genannten Durchhalteübung bewiesen die diesjährigen Aspiranten der Kantonspolizei Aargau, wofür sie ein Jahr lang in der Polizeischule geschuftet hatten.

Die Durchhalteübung dauerte zwei Tage. Bei den diesjährigen Absolventen gabs zum Abschluss der Übung eine besondere Mutprobe: Nachdem die Polizei-Aspiranten mit einem Sandsack auf dem Rücken den 48 Meter hohen Esterliturm bei Lenzburg bezwungen hatten, mussten sie sich ausserhalb des Turms abseilen lassen. Dabei muss Höhenangst ein Fremdwort für die angehenden Polizisten sein.

Die Anforderungen an die zukünftigen Polizisten sind hoch: Hier wird ein Aspirant abgeseilt

Die Anforderungen an die zukünftigen Polizisten sind hoch: Hier wird ein Aspirant abgeseilt

Die Hoffnung, dass nie eine Waffe eingesetzt werden muss

Auch sonst mussten die Aspiranten Übungen absolvieren, die durchaus der Realität entsprechen können – wie etwa der Schiessübung. «Schlussendlich hoffe ich, dass es nie zu einem Schusswaffen-Einsatz kommen wird. Aber sollte es dennoch so weit kommen, geht es auch darum, mein eigenes Leben zu verteidigen – was mir auch sehr viel bedeutet», sagt Stephanie von Arx, angehende Polizistin, gegenüber Tele M1.

Polizist sein – ein Traumjob

Ausserdem glaubt Aspirant Marc Bigler, seinen Traumjob gefunden zu haben: «Ich denke, bei diesem Beruf wird einem nie langweilig. Da wird man immer etwas zu tun haben. Deshalb freue ich mich auf meine bevorstehenden Aufgaben», sagt er.

Ab dem 1. Februar gehts für die diesjährigen Aspiranten so richtig zur Sache: Sie werden dann die Ausbildung abgeschlossen haben und täglich im Aargau für Ruhe und Ordnung sorgen. (sha)