Oberrüti

Nur 50 Unterschriften: Pius Lischers Fettsteuer-Initiative ist gescheitert

Der Aargauer Politiker hat nur 50 statt 100'000 Unterschriften für seine Initiative gesammelt.

Pius Lischers Fettsteuer-Initiative ist gescheitert

Der Aargauer Politiker hat nur 50 statt 100'000 Unterschriften für seine Initiative gesammelt.

Der Aargauer Politiker Pius Lischer wollte Gutes tun und die Schweizerinnen und Schweizer vor Fettleibigkeit schützen - mit einer Fett-Steuer. Doch er scheiterte gründlich. Nichtsdestotrotz will er als Bundesrat kandidieren.

100 000 Unterschriften waren nötig, erreicht hat er leider nur gerade 50. Damit ist die «Fettsteuer-Initiative» des Aargauer Politik-Exoten Pius Lischer gescheitert und kommt nicht vor das Schweizer Stimmvolk, wie blick.ch berichtete.

Lischer hatte mit seiner Initiative eine innovative Idee für das Schweizer Gesundheitssystem: Dieses hätte sich neu statt mit Prämien durch verschiedene Lenkungsabgaben finanziert. So zum Beispiel durch Abgaben auf Tabak, Alkohol, Zucker und Fett.

Aus dem Spital geschmissen

Auch für die Unterschriftenaktion hatte Lischer eine gute Idee: Er besuchte ein Spital und bat Patienten um ihre unterstützende Unterschrift.

Doch das Personal verkannte seine politischen Visionen und verwies ihn des Gebäudes, wie er auf Anfrage der Aargauer Zeitung sagte.

Seit Jahren kämpft der 51-jährige Aargauer dafür, alle Steuern durch Lenkungsabgaben zu ersetzen und ist überzeugt: «Steuern sollen zugunsten des Volkes und nicht des Staates gehen.» Auch der jüngste Rückschlag kann ihn nicht von seinen politischen Zielen abbringen.

Nächstes Ziel: Atomkraftenergie

Bereits plant er eine neue, kantonale Initiative, welche unter anderem die Erhebung von Lenkungsabgaben auf den Verbrauch von Atom- und Wasserkraftenergie sowie Trinkwasser zum Inhalt hat.

Mit dem Erlös aus den Abgaben soll beispielsweise ein bedingungsloses Grundeinkommen oder die Finanzierung der Krankengrundversicherung ermöglicht werden.

Demnächst will er auch als Bundesrat kandidieren, denn für ihn ist klar: «Das Volk braucht Berater und keine Bestimmer.»

Der kantonalen Initiative sieht Pius Lischer zuversichtlich entgegen: «Kantonal sind nur 3000 Unterschriften erforderlich, das schaffe ich notfalls auch alleine.»

Vor rund eineinhalb Jahren schrieb Pius Lischer letztmals nationale Schlagzeilen: In einem Porträt auf Tele M1 gab er zu, Marihuana zu konsumieren und einmal auch Marihuana an einen Teenager verkauft zu haben, worauf es zu einer Razzia in Lischers Wohnung kam.

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