Aargau
Nun spricht Sexting-Opfer: Mit Popsänger Justin Bieber fing alles an

Ein 22-Jähriger soll im Aargau mehrere Jugendliche erpresst und zu Sexting gezwungen haben. Nun erzählt ein Opfer, wie der Täter versuchte, an seine Nacktbilder zu kommen.

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Der Mann hat Minderjährige zum "Sexting" gebracht (Symbolbild).

Der Mann hat Minderjährige zum "Sexting" gebracht (Symbolbild).

Keystone

Es war der erste offizielle Fall von Sexting im Aargau: Ein 22-jähriger Schweizer gab sich 2012 auf Facebook und Whatsapp als junge, hübsche Frau aus und schaffte es so, dass mindestens acht Jugendliche zwischen 14 und 15 Jahren ihm Nacktfotos zuschickten. Er hat von ihnen auch sexuelle Handlungen verlangt. Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm hat nun Anklage erhoben – wegen mehrfacher sexueller Nötigung, mehrfacher sexueller Handlungen mit Kindern sowie mehrfacher Pornografie. Der Beschuldigte ist geständig. Im Fall einer Verurteilung muss er mit einer Gefängnisstrafe von bis zu 15 Jahren rechnen.

Nun spricht ein Opfer des Sexting-Täters erstmals bei Tele M1: Durch den Popsänger Justin Bieber hatte Luca Nussbaumer 2012 den Täter kennengelernt. Auf einer Facebook-Fangruppe habe man Freundschaft geschlossen und ein Treffen in Zürich abgemacht. Beim Treffen gibt dann Luca seine Handynummer an den Täter weiter. Dieser macht schon bald Druck für weitere Treffen und verlangt auch Nacktbilder. "Er hat mich immer wieder gefragt, aber ich bin nie zu einem Treffen gegangen." Plötzlich hätte ihm eine Kollegin von ihm geschrieben, dass der Täter in einer Gang der Anführer sei und schon fast jemanden umgebracht hätte. Luca liess sich von den Bedrohungen trotzdem nicht einschüchtern. (fam)