Podiumsdiskussion
Nordwestschweizer Frauenpower: Das sind die 100 Einflussreichsten

Welches sind die Meinungsmacherinnen der Nordwestschweiz? Wir haben die 100 einflussreichsten Frauen der Region zusammengestellt. Die Hälfte von Ihnen traf sich am Donnerstagabend in Aarau. Persönliches wollten die Einflussreichen nicht preisgeben.

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50 Meinuungsmacherinnen aus der Nordweschschweiz versammelten sich in Aarau.
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Meinungsmacherinnen besuchen das az Medienhaus
Susanne Hochuli, Aargauer Regierungsrätin und Jeanine Glarner, FDP-Grossrätin.
Barbara Grimm, Solothurner Schauspielerin und Priska Roth, Chefin des Biohandels Pronatura in Zofingen.
Maya Graf, Nationalrätin BL.
Illustres Podium Bettina Spoerri, Solothurner Literaturtage, Antia Fetz, Ständerätin Basel, Sabine Kuster, Redaktorin Aargauer Zeitung, Gisela Hauss, Professorin an der FHNW und Künzli-Chefin Barbara Artmann (v.l.n.r.) diskutierten auf dem Podium.
Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammänner-Vereinigung.
Jurypräsidentin Sabine Altorfer, Anita Fetz, Basler Ständerätin, az-Redkatorin Sabine Kuster und Gisela Hauss, Professorin an der FHNW.

50 Meinuungsmacherinnen aus der Nordweschschweiz versammelten sich in Aarau.

Annika Bütschi

«Die einzige Frau in einem Gremium zu sein, ist nicht lustig», sagte Sabine Altorfer, Jurypräsidentin der Sonderbeilage «100 Meinungsmacherinnen» (cfr. angehängtes Dokument). Nicht lustig? In der Beilage sind es jetzt genau 100. Ausschliesslich Frauen. Also eine 100-Prozent-Quote. Und an der kleinen Feier am Donnerstagabend im Haus der az Medien, waren es immerhin 50, die gekommen waren. Wurde es damit folgerichtig lustig? Es wurde nicht eintönig.

Frauenförderung, Quote, Doppelbelastung ... die Themen sind aktuell und alt zugleich. Muss man in 100 Jahren noch davon reden? Die Frage stellte Sabine Kuster, Redaktorin und Moderatorin beim halbstündigen Podiumgespräch aus Anlass der Beilage. Barbara Artmann, Inhaberin und Geschäftsführerin «Künzli Schuhe», Anita Fetz, Ständerätin BS, Gisela Hauss, Professorin am Institut für Sozialwerke der Fachhochschule Nordwestschweiz, und Bettina Spoerri, Leiterin der Literaturtage Solothurn, waren die Teilnehmerinnen.

Bitte nicht zu persönlich

Anita Fetz sagte, sie sei zuversichtlich: «Es wird besser.» In 100 Jahren, sagte Barbara Artmann, würde sie «gern zuschauen wollen, wenn die Männer jammern.» Das konnte nicht an die eigene Adresse gerichtet sein - auf dem Podium jammerte frau nicht.

Allgemeinplätze wurden gestreift, klar. Eine gewisse Ironie dabei war stets dabei. So wie man die Temperamente spürte am Tisch, konnte das anders gar nicht sein: Es ist ein Kampf, mag weiter ein Kampf sein, aber langweilen möchte man sich nicht dabei. Drum fielen auch Voten, die gegen den Strich gebürstet waren, Zeugnisse von Erfahrungen ohne Scheuklappen.

Keine Scheu bewies auch die Moderatorin. Sie hielt am Vorsatz fest, auch persönlicher zu fragen: Macht Macht attraktiv? Was macht die Familie? Die Frauen wanden sich, zögerten, flüchteten sich ins Abstrakte - bekannte Muster auf Podien, Gender hin oder her.

AZ