AZ-Umfrage

Noch neun Tage bis zur Bundesratswahl: Das denken die Aargauer National- und Ständeräte

Die Aargauer Nationalräte Matthias Jauslin, FDP, Jonas Fricker, Grüne und Hansjörg Knecht, SVP (von links): Die AZ hat alle 18 Bundesparlamentarier nach ihrer Meinung zur Bundesratswahl gefragt.

Die Aargauer Nationalräte Matthias Jauslin, FDP, Jonas Fricker, Grüne und Hansjörg Knecht, SVP (von links): Die AZ hat alle 18 Bundesparlamentarier nach ihrer Meinung zur Bundesratswahl gefragt.

Das grosse Thema der Herbstsession ist die Bundesratswahl. Die AZ hat die Meinungen von Aargauer National- und Ständeräten eingeholt – der Tessiner Kandidat Iganzio Cassis hat die besten Karten.

Wem geben Sie am 20. September Ihre Stimme, einem oder einer Freisinnigen, oder reicht Ihnen die Auswahl nicht? Diese und weitere Fragen stellte die AZ den 18 Aargauer Bundesparlamentariern. Es zeigt sich, dass die meisten den FDP-Anspruch auf den frei werdenden Sitz von Didier Burkhalter (FDP) akzeptieren. Bernhard Guhl (BDP) könnte sich aber auch vorstellen, einen Sitz von FDP und CVP alternierend zu besetzen.

Cédric Wermuth (SP) spricht der FDP aufgrund der gescheiterten Unternehmenssteuerreform III und ihrem Nein zur AHV-Vorlage gar die Regierungsfähigkeit ab. Darauf reagieren Philipp Müller (früherer Präsident FDP Schweiz) und Matthias Jauslin (früherer Präsident FDP Aargau) scharf.

Mehrere Parlamentarier kritisieren den Dreiervorschlag – der auch in der FDP umstritten war – als Auswahlsendung. Darauf antwortet Matthias Jauslin, seine Fraktion habe den Penalty bereitgelegt, es sei jetzt aber am Parlament, ihn zu treten.

Alle wollen vor ihrem Entscheid die Kandidaten im Hearing erleben. Bei gleicher Qualifikation – das dringt klar durch – schlägt bei vielen ein Tessiner Herz. Bei der SVP hat Ignazio Cassis hingegen mit seinen Aussagen zur Drogenlegalisierung Irritation ausgelöst. Ihn erwarten dort kritische Fragen.

Die meisten wollen einen der offiziellen Kandidaten wählen. Jonas Fricker (Grüne) etwa könnte sich aber auch vorstellen, Laura Sadis die Stimme zu geben (frühere Tessiner FDP-National- und Staatsrätin), falls plötzlich ihr Name im Bundeshaus ertönen sollte. Für Spannung ist also gesorgt.

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