Aargau

Noch immer stehen Tausende Wohnungen leer – in einem Bezirk hat der Bestand besonders zugenommen

In allen Bezirken sind deutlich mehr Einheiten in Mehrfamilienhäusern als Einfamilienhäuser unbesetzt. (Symbolbild)

In allen Bezirken sind deutlich mehr Einheiten in Mehrfamilienhäusern als Einfamilienhäuser unbesetzt. (Symbolbild)

Im Kanton Aargau ist die Zahl der leer stehenden Wohnungen erstmals seit 2009 stabil geblieben. Anfang Juni waren 8377 Wohnungen ohne Mieter oder ohne Käufer. Der Bestand der Leerwohnungen sank marginal um 0,7 Prozent.

Nachdem sich die Anzahl leerstehender Wohneinheiten seit 2009 mehr als verdoppelt hatte, hat sie sich dieses Jahr verglichen mit dem Vorjahr stabilisiert, wie die Statistik Aargau am Montag mitteilte.

Verglichen mit dem Vorjahr stehen vor allem weniger Neubauten leer. Der Rückgang beträgt 11,7 Prozent. Die meisten freien Wohneinheiten haben drei oder vier Zimmer. Einheiten mit einem Zimmer oder sechs und mehr Zimmern machen einen kleinen Anteil aus.

Regional grosse Unterschiede

In sechs der elf Bezirken wird im Vergleich zum Vorjahr eine Reduktion der Leerwohnungszahl festgestellt. Im Bezirk Baden stieg die Anzahl auf 1432 Einheiten. Damit ist Baden der Bezirk mit den meisten leeren Wohneinheiten. - Im letzten Jahr hatte der Bezirk Zofingen den höchsten Leerwohnungsbestand aufgewiesen.

Am stärksten erhöhte sich nun der Leerwohnungsbestand im Bezirk Muri, dies um 78,7 Prozent. Da die Zahl bisher vergleichsweise tief gewesen war, bewegt sich der Bezirk neu im Mittelfeld. Der Bezirk Rheinfelden weist am wenigsten unbesetzte Wohneinheiten auf.

Leer stehende Wohneinheiten pro 1‘000 Einwohner (über 20-Jährige) in den Bezirken, 2002–2019

Leer stehende Wohneinheiten pro 1‘000 Einwohner (über 20-Jährige) in den Bezirken, 2002–2019

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