Kölliken

Niemand will die Panzer aus der Sondermülldeponie haben

Ein Fall für den Schrotthändler? Eines der 26 Tonnen schweren Sepzialfahrzeuge aus der Sondermülldeponie.

Ein Fall für den Schrotthändler? Eines der 26 Tonnen schweren Sepzialfahrzeuge aus der Sondermülldeponie.

Sie leisteten bei der Sanierung der Sondermülldeponie Kölliken unschätzbare Dienste. Jetzt stehen die tonnenschweren Raupenfahrzeuge zum Verkauf. Einen Interessenten zu finden, ist aber gar nicht so einfach.

Am Tag der offenen Türe vor zwei Monaten hatte es danach ausgesehen, als könnte die Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) ihre drei gepanzerten Spezialfahrzeuge innert nützlicher Frist verkaufen. Es gab Interessenten, doch es kam zwischenzeitlich nicht zu einem Abschluss. «Leider ist noch keines der Fahrzeuge verkauft», erklärt Benjamin U. Müller, Geschäftsführer des Konsortiums SMDK.

Er ist weiter auf der Suche: «Verschrottet werden die Fahrzeuge vorderhand nicht – wir haben ja Zeit.» Als Interessenten kommen Bauunternehmen infrage, welche die Raupenfahrzeuge als Ersatzteillager verwenden könnten. «Oder auch irgendwelche Technikmuseen», so Müller.

Mit den 26 Tonnen schweren Monstern waren die Experten in der Riesenhalle unterwegs – in der Zeit, in der Sondermüll abgebaut worden ist. Diese Phase ist mittlerweile abgeschlossen. Und die Raupenfahrzeuge stehen in Kölliken nutzlos herum.

Sie haben eine autonome Atemluft-Versorgung für vier bis sechs Stunden und eine explosionsgeschützte Fahrerkabine, die laut SMDK nachweislich einer Explosion von 10 Kilogramm TNT (in vier Meter Distanz) widersteht. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt fünf Kilometer pro Stunde. Der Komfort ist bescheiden: Die Fahrzeuge sind nicht gefedert. Wer sie fahren möchte, braucht eine spezielle Ausbildung. (uhg)

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