Wahlen
Nicht mehr "Fremd im eigenen Land" – Aargauer SVP eröffnet den Wahlkampf

140 Grossrats-Kandidaten und 2 Regierungsrats-Kandidaten stellt die Aargauer SVP für die diesjährigen kantonalen Wahlen. Ausserdem politisiert die bürgerliche Partei mit den gewohnten Themen.

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Thomas Burgherr, Präsident der Aargauer SVP.

Thomas Burgherr, Präsident der Aargauer SVP.

KEYSTONE

Als erste Partei im Aargau eröffnet die SVP das Rennen um die Regierungs- und Grossrats-Sitze. Im Regierungsrat treten der bisherige Bildungsdirektor Alex Hürzeler und die Brugger Gerichtspräsidentin Franziska Roth an. Sie kämpft als Neue genauso wie Robert Obrist (Grüne) und Markus Dieth (CVP) um den Einzug in die Regierung. Nach dem Rücktritt von Susanne Hochuli (Grüne) und Roland Brogli (CVP) werden zwei Sitze frei.

Wahlplakat der SVP für Alex Hürzeler und Franziska Roth

Wahlplakat der SVP für Alex Hürzeler und Franziska Roth

SVP Aargau

Für die Grossratswahlen verspricht die wählerstärkste Partei, welche 2015 bei den Nationalratswahlen im Aargau rund 38 Prozent der Wählerstimmen holen konnte, ein Aufgebot von 140 wählbaren Kandidaten und Kandidatinnen.

Ebenfalls trumpft die Aargauer Kantonalsektion der Schweizerischen Volkspartei mit einem gewohnt provokanten Spruch auf: «Fremd im eigenen Land? Schweizer Werte erhalten».

In der Medienmitteilung zum Wahlkampf-Start malt Parteipräsident Burgherr ein düsteres Bild: «Bewährte Schweizer Werte und unsere christliche Kultur gehen verloren, Schulklassen
fast ohne Schweizer Kinder sind Alltag.» Die Aargauer SVP sieht die Sicherheit gefährdet: Öffentliche Orte würden gemieden, weil sie gefährlich seien. Auch werde «die bedrohliche radikale Seite des Islams aus falsch verstandener Toleranz verharmlost.»

Der Kantonal-Parteipräsident fordert desswegen im Namen der Partei unter anderem «dass die Schweiz die Zuwanderung wieder selber kontrollieren kann». (hug)

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