Wahlen 2019

Nicht auf SVP-Liste – doch Nationalrat Maximilian Reimann tritt wohl nochmals an

Maximilian Reimann will es nochmals wissen.

Maximilian Reimann will es nochmals wissen.

Die Seniorenliste um den 76-jährigen SVP-Politiker Maximilian Reimann dürfte zustande kommen. «Das Projekt sei auf der Zielgeraden», sagt er.

Noch legt SVP-Nationalrat Maximilian Reimann die Wahl-Karten nicht offen auf den Tisch. Klar ist bislang aber zweierlei: Erstens, dass sein Name nicht auf der offiziellen Liste figuriert. Denn in der SVP Aargau gilt die Regel, dass Kandidaten, die 63 Jahre alt oder 16 Jahre im Amt sind, für die Nomination eine Zweidrittelmehrheit am Parteitag brauchen. Reimann ist 76-jährig und sitzt seit 31 Jahren im Parlament. Er verzichtete auf den parteiinternen Hürdenlauf – ebenso wie Luzi Stamm, den die Parteileitung nicht mehr nominieren wollte.

Zweitens ist klar, dass der Fricktaler nach wie vor grosse Lust am Politisieren hat. So werkelt er schon seit Monaten im Hintergrund an einer Seniorenliste. Es sei nicht seine Seniorenliste, betont Reimann. Es handle sich «um das Projekt eines parteiunabhängigen Think-Tanks». Dieser setze sich dafür ein, dass Wähler auch die Möglichkeit hätten, älteren Semestern ihre Stimme zu geben. «Käme es auf die bis heute bekannten Nationalratslisten an, dann wäre in der künftigen 16-köpfigen Aargauer Deputation im Nationalrat niemand mehr, der über 60 Jahre alt ist.» Das wäre «für das politisch-demokratische Abbild unseres Volkes im Parlament nicht eben förderlich», findet Reimann. Alle Bevölkerungsgruppen sollten angemessen in einer Volkskammer vertreten sein.

Die Gruppe um Reimann macht also ein eigenes Antreten davon abhängig, ob die anderen Parteien Kandidaten im AHV-Alter aufstellen. Das tun sie bislang nicht. Und da von den grossen Parteien einzig die CVP noch nicht nominiert hat, wird sich an diesem Bild kaum mehr viel ändern. Damit dürfte klar sein: Eine Seniorenliste, mit oder ohne Listenverbindung zur SVP, dürfte Tatsache werden. Darauf deutet auch die Aussage von Reimann hin, dass der Grundsatzentscheid gefallen sei und sich das Projekt «auf der Zielgeraden befindet».
Kommt die Liste zustande, wird der Name Reimann mit grosser Sicherheit darauf auftauchen. «Es ist vorgesehen, dass ich auf dieser Liste stehen werde», sagt er dazu. Ein zweiter heisser Name: sein Partei- und Ratskollege Luzi Stamm. Im TalkTäglich auf Tele M1 sagte dieser jüngst, dass eine Kandidatur auf der Seniorenliste durchaus eine Option sei.

Meistgesehen

Artboard 1