Reaktion
Neues Asylkonzept: Positives Echo von Aargauer Gemeinden

«Auf den ersten Blick zufrieden.» Für Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammänner-Vereinigung, ist der Regierungsrat mit der überarbeiteten Botschaft zum neuen Unterbringungskonzept für Asybewerber «auf dem richtigen Weg».

Urs Moser
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Asylunterkunft in Rekingen.

Asylunterkunft in Rekingen.

Alex Spichale

Renate Gautschy findet es richtig, das auf ein Anreizsystem für Standortgemeinden von Grossunterkünften verzichtet werden soll. «Mit Reizen kann man im Privatleben operieren, in der Politik lässt man das lieber bleiben», so Gautschy.

Bei der Suche nach möglichen Standorten übertreibt es die Regierung ihrer Meinung nach mit dem Einbezug von Gremien. In die Standortevaluation seien die betroffenen Gemeinden selbst und die paritätische Kommission Kanton-Gemeinden einzubeziehen. Wenn eine Gemeinde zusätzlich eine Absprache mit der Regionalplanungsgruppe wünsche, sei das ihr zu überlassen. Für problematisch hält Gautschy den Verteilschlüssel für die Aufnahmepflicht der Gemeinden.

Den Ausländeranteil zu berücksichtigen und nur auf die Schweizer Wohnbevölkerung abzustellen, könne für manche Gemeinden richtig sein, es sei aber kaum für alle das entscheidende Kriterium. «Das wird man noch genauer anschauen müssen», so die Präsidentin der Gemeindeammännervereinigung. Dasselbe gilt für die Summe, die fällig wird, wenn der Kanton einen Asylbewerber per Ersatzvornahme unterbringen muss. Die Kosten in einer Pauschale festzulegen, sei aber grundsätzlich richtig, findet Gautschy.