Im Aargau kommen 58,8 Autos auf 100 Einwohner. Damit liegt der Wert auf Vorjahresniveau, wie Statistik Aargau am Dienstag mitteilt. Die Anzahl Fahrzeuge ist allerdings gestiegen, um 1,6 Prozent auf 556'261 Wagen.

Am meisten Autos verzeichnet Aarau (10'584) vor Wettingen (10'220) und Baden (9749). Das Ranglistenende zieren Wiliberg (123), Böbikon (129) und Geltwil (148).

Rechnet man die Anzahl Autos auf die Bevölkerungsgrösse der Gemeinden herunter, sieht die Liste anders aus. Pro 100 Einwohner stehen in Baldingen (82) am meisten Autos. Der bisherige Spitzenreiter, Schinznach-Bad, ist auf Platz 2 abgerutscht. Die Gemeinde zählt pro 100 Einwohner noch 80 Autos, was ein Minus von 13 Prozent bedeutet.

Das Minus geht auf den Amag-Standort in Schinznach-Bad zurück. Auf den Autohändler sind in der Brugger Gemeinde viele Wagen eingelöst – etwa Einsatzfahrzeuge für Mitarbeiter oder Sponsoringfahrzeuge für Künstler und Sportler. Allerdings sinkt die Zahl seit einiger Zeit. Die Autos gehören weiterhin der Firma, sie werden allerdings am Wohnort des Mitarbeiters eingelöst, der sie fährt. Damit befolge man steuertechnische Bestimmungen, erklärt Hansueli Bächli, Geschäftsführer in Schinznach-Bad. Dienstwagen müssen an ihrem Standort immatrikuliert sein – also dort, wo sie in der Nacht stehen, was üblicherweise die Wohngemeinde des Mitarbeiters ist.

Am geringsten ist die Autokonzentration in Ennetbaden (46), Windisch (46) und Suhr (47).

Obwohl der Dieselmotor stark in der Kritik steht, fährt im Aargau noch immer jedes dritte Auto mit Diesel. Die Zahl steigt sogar leicht. Alternative Antriebsarten wie Gas, Elektro und Hybrid verharren bei einem Marktanteil von etwas über 2 Prozent.