Gericht
Neuer Justizrichter Nay: «Für mich nicht neu, dass ich von SVP angegriffen werde»

Der ehemalige Bundesgerichtspräsident Giusep Nay wurde am Dienstag trotz SVP-Opposition ins Aargauer Justizgericht gewählt. Für ihn ist die Gegenwehr der Volkspartei nichts Neues.

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Giusep Nay.

Giusep Nay.

Giusep Nay wurde am Dienstag ins Aargauer Justizgericht gewählt. 80 Stimmen holte der ehemalige Bundesgerichtspräsident aus dem bündnerischen Valbella im Grossen Rat – von insgesamt 140. Die SVP wehrte sich gegen seine Wahl, letztlich erfolglos. Er sei ein «SVP-Hasser», sagte Fraktionspräsident Andreas Glarner im Parlament.

Für Nay ist die Opposition von dieser Seite nichts Neues: Er kämpfte mit dem «Club Helvetique» gegen die Verwahrungs-, Ausschaffungs- und Minarettinitiative. Nay: «Für mich ist das nicht neu, dass ich von der SVP angegriffen werde, weil ich ein konsequenter Verteidiger vom Rechtsstaat bin.» Doch nach seiner erfolgreichen Wahl sagt er gegenüber Tele M1: «Der Grosse Rat hat sich von der SVP nicht täuschen lassen. Das freut mich.» (fam)

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