Psychiatrische Dienste Aargau
Neuer Chefarzt der Aargauer Kinder- und Jugendpsychiatrie schon wieder weg

Stephan Kupferschmid hatte die Bereichsleitung erst im November 2016 übernommen. «Auch wir sind von seinem Entscheid überrascht», sagt PDAG-CEO Jean-François Andrey. Ausschlaggebend für den Abgang dürften falsche Vorstellungen von der Leitungsposition sowie die hohe Belastung sein.

Mario Fuchs
Merken
Drucken
Teilen
Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

Sandra Ardizzone

Gleichzeitig hätte es der Beginn einer neuen Ära werden sollen. Die Klinikleitung hatte viel Zeit und Energie in ein aufwendiges Auswahlverfahren für Ungers Nachfolge investiert. Gewählt wurde der 40-jährige Stephan Kupferschmid. Er kam als Leitender Arzt von der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie in Bern.

Doch aus einer «Ära Kupferschmid» wird in Windisch nichts. Wie die Klinik am Dienstag in einem Communiqué knapp schrieben, habe sich Kupferschmid «entschieden, die PDAG zu verlassen und eine neue Aufgabe anzunehmen».

Weder zur Zukunft Kupferschmids noch zu den Gründen seines schnellen Abgangs wurde in der Medienmitteilung etwas kommuniziert.

Auf Nachfrage der az sagt CEO Jean-François Andrey am Telefon: «Auch für uns kommt sein Entscheid überraschend. Wir hätten ihn gerne behalten.»

Andere Vorstellungen

Kupferschmid habe sich die Führungsfunktion als Bereichsleiter anders vorgestellt, sagt Andrey: «Er machte den Sprung vom Leitenden Arzt zum Chefarzt und Bereichsleiter. Die Vielfalt der Arbeiten aber auch der Anforderungen haben ihn dazu gebracht, sich neu orientieren zu wollen.»

Nicht zuletzt sei die Belastung sehr hoch gewesen. Fakt ist: Mit einer Reorganisation wurden in den vergangenen Monaten vier Standorte und Kulturen in einer neuen Klinik zusammengeführt. Dies sei, so Andrey, «sehr anspruchsvoll».