Der ganze Ausstellungsinhalt von «Fake» dreht sich um die Themen Wahrheit und Lüge. Stapferhaus-Leiterin Sibylle Lichtensteiger lügt nicht, wenn sie sagt, dass die Ende Oktober offiziell eröffnete Ausstellung bereits im ersten Monat einen neuen Besucherrekord erzielt hat. Schwarz auf weiss hat Lichtensteiger die Besucherzahl vor sich auf dem Tisch liegen: 9600 Leute. So viele Eintritte hatte keine der vorherigen Ausstellungen im gleichen Zeitraum erzielt. Im Vergleich: Die bisher erfolgreichste Produktion «Heimat» brachte 80'000 Besucher – in einem Jahr.

1300 Besucher zum Start

Damit hat die neuste Stapferhaus-Produktion einen Traumstart zu verzeichnen. «Wir werden regelrecht überrannt», zeigt sich Sibylle Lichtensteiger erfreut und überrascht. Bereits das Eröffnungswochenende mit 1300 Besuchern hatte jedoch gezeigt, dass man beim Stapferhaus auch mit «Fake» wiederum den Nerv der Zeit getroffen hat. Das Publikum ist vielschichtig, vor allem stellt Lichtensteiger fest, dass an den Wochenenden auffällig viele Familien mit kleineren und grösseren Kindern kommen. Deshalb will das Kulturhaus nun handeln und die Ausstellungsinhalte für Kinder besser herausschälen beziehungsweise mit neuen ergänzen. «Wir machen so etwas wie eine Kinderspur», sagt Lichtensteiger.

Auch auf einer andern Ebene ist der Ansturm auf die Ausstellung eine Herausforderung für die Ausstellungsmacher. Im Frühling hat das Kulturhaus seinen Neubau beim Bahnhof Lenzburg bezogen. Nun stellt sich heraus, dass die offene Infrastruktur der aktuellen Produktion akustisch optimiert werden muss. Wenn viele Besucher gleichzeitig im Haus sind, wird es etwas laut. Das soll nun behoben werden. Laut Lichtensteiger sind das «schöne Probleme».

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