Die Findungskommission der SVP schlägt dem Parteitag die Nomination von Nationalrat Hansjörg Knecht als Ständeratskandidat für die Wahlen 2019 vor. Das schreibt die Partei in einer Medienmitteilung vom Mittwochmorgen.

"Es ist wichtig, dass auch in der kleinen Kammer nicht nur Berufspolitiker, sondern auch aktive Unternehmer mitgestalten", heisst es in der Mitteilung. Als Müllereiunternehmer sei Hansjörg Knecht, der seit 2011 Nationalrat ist und vorher während vielen Jahren Gemeinderat und Grossrat war, bestens mit den Anliegen der Aargauer Bevölkerung und Unternehmen vertraut. Seine Kernthemen Energie, Eigentum und Steuern seien aktueller denn je, so die SVP.

Die Findungskommission zeigt sich "überzeugt, mit Hansjörg Knecht den optimalen Kandidaten für den Ständerat vorschlagen zu können und ist dankbar, dass er die Herausforderung eines neuerlichen Ständeratswahlkampfes wieder auf sich nehmen will".

Hansjörg Knecht scheiterte 2015 im Ständeratswahlkampf an Philipp Müller (FDP) und Pascale Bruderer (SP).

CVP und SP gegen die SVP

Pascale Bruderer tritt 2019 nicht mehr an. Die das letzte Mal mit einem Glanzresultat gewählte SP-Politikerin macht damit Platz für neue Kandidaten. Neben der SVP mit Hansjörg Knecht erheben auch die SP und die CVP Anspruch auf den Sitz. Nationalrätin Yvonne Feri hat bereits angekündigt, dass sie gerne den Sitz ihrer Parteikollegin Bruderer erben würde. Die SP hat aber noch nicht definitiv entschieden.

Die CVP wiederum rechnet sich für dieses Mal grössere Chancen aus als noch 2015, als Nationalrätin Ruth Humbel chancenlos blieb. Wen die CVP nominiert, entscheidet der Parteitag am 21. August.

Tritt Philipp Müller (FDP) nach vier Jahren im Stöckli wieder an, gilt seine Wahl als fast sicher. Noch hat er aber nicht öffentlich gemacht, ob er wieder kandidiert. Es gibt Stimmen, die spekulieren, Müller beende eventuell schon 2019 seine Bundeshaus-Karriere. Das würde den Sesseltanz um die Aargauer Vertretung im Ständerat noch offener und unberechenbarer gestalten. (roc)