Wildegg

Neue Saison: Museum Aargau lockt mit 888 Schätzen und Touren für Abenteurer

Die Ausstellung von Schloss Wildegg lockt neu mit sprechenden Porträts.

Die Ausstellung von Schloss Wildegg lockt neu mit sprechenden Porträts.

Das Museum Aargau hat am Samstag auf Schloss Wildegg das Saisonprogramm für das Jahr 2018 präsentiert. Es werde ein Jahr für Expeditionen, sagt der Museumsdirektor.

«Es war ein weiter Fussmarsch, von Vindonissa nach Wildegg», schreit ein Legionär und bläst in seine Trompete. Die Besucher, die sich auf dem Hof des Schlosses Wildegg mit Punsch aufwärmen, drehen sich erschrocken um. «Mami, geht’s jetzt los?», fragt ein kleines Mädchen. Die Mutter nickt.

Am Samstag stellte Museum Aargau auf dem Schloss das Saisonprogramm für das Jahr 2018 vor, untermalt mit Theaterstücken antiker und altertümlicher Figuren. Nach der Showeinlage des Legionärs begrüsst Marco Castellaneta, Direktor von Museum Aargau, das Publikum. «Es warten 888 Objekte darauf, von Ihnen entdeckt zu werden», sagt er. Der Aargau verfüge über eine grosse Sammlung von allerlei Schätzen, die man nun der Öffentlichkeit präsentieren wolle. Castellaneta winkt einem Mann zu, der eine grünliche Safari-Uniform trägt und mit einem Fernglas ausgerüstet ist: «2018 wird ein Jahr für Expeditionen!», ruft der Abenteurer.

Besucher sind mittendrin

Das Museum Aargau habe an den sieben Standorten auf den Schlössern Lenzburg, Hallwyl, Habsburg und Wildegg sowie im Kloster Königsfelden, im Vindonissa Museum, auf dem Legionärspfad und im Sammlungszentrum Egliswil neue Touren und Installationen lanciert, welche die Besucher noch mehr in die Geschichte mit einbeziehen sollen. Beispielsweise mithilfe von multimedialen Mitteln wie Smartphone-Apps oder – wie im Schloss Wildegg – mit sprechenden Porträts. «Das macht Lust auf mehr», sagt Landammann Alex Hürzeler, der im Anschluss die Projekte genauer erläutert: «Wir werden neues, kulturelles Erbe entdecken und die Unverwechselbarkeit des eigenen Wohnorts kennen lernen.»

Nach den Informationen im Schlosshof führt Zofe Anna die Besucher in die alten Gemäuer des Schlosses. Zum ersten Mal wird die erweiterte Ausstellung mit sprechenden Porträts präsentiert. Sie sehen aus wie antike Bilder, Öl auf Leinwand, doch sie bewegen sich und erzählen den Zuschauern Anekdoten aus ihrem Leben.

Königskuchen in der Scheune

Landammann Hürzeler zeigt sich nach der Tour begeistert: «Ich mag Geschichten, und hier kann man sich richtig in vergangene Zeiten hineinversetzen», sagt er. Und genau das sei auch das Ziel der Touren, erklärt Museum-Aargau-Direktor Castellaneta: «Es gibt Forscher-Touren mit Audio-Guide, Nacht-Touren mit Taschenlampen oder Highlight-Touren, die sich den absoluten Superlativen widmen.» Das Schloss Wildegg öffnet erst Ende März seine Tore für Besucher, auf dem Schloss Habsburg oder im Vindonissa Museum kann man aber schon jetzt auf Entdeckungsreise gehen.

Am Ende der Zeitreise durchs Schloss lädt Castellaneta in der Scheune zum Königskuchenessen. Kinder stürzen sich sofort auf die Stücke, doch Glück hat eine andere. Für einen Tag war die Zürcherin Annette Burger Königin des Aargaus. Die Architektin und ihre Familie dürfen nun ein ganzes Jahr gratis die Aargauer Museen besuchen. «Ich freue mich darauf», sagt sie mit der Krone auf dem Kopf.

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