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Neue Migrations-Website in 13 Sprachen eignet sich auch für Zürcher Zuzüger

hallo-aargau.ch: Das kantonale Amt für Migration und Integration informiert mit einer neuen Website in 13 verschiedenen Sprachen.

hallo-aargau.ch: Das kantonale Amt für Migration und Integration informiert mit einer neuen Website in 13 verschiedenen Sprachen.

Anfang April hat das kantonale Amt für Migration und Integration die Website hallo-aargau.ch aufgeschaltet – in 13 Sprachen. Sie soll die Integration von Ausländern erleichtern und Gemeindebehörden entlasten. Praktisch ist sie auch für alle anderen.

Bei einem Umzug in einen anderen Kanton kann sich schon so einiges ändern: Schulsystem, öffentlicher Verkehr, Arbeits- und Wohnungsmarkt oder auch Sprache und Gepflogenheiten unterscheiden sich oft. Aber auch schon beim Umzug in eine andere Gemeinde innerhalb des Kantons muss man sich zuerst gut informieren, um sich wahrlich integrieren zu können: beim Einwohnerkontrolle, Sozialamt oder der Schule. 

Kommt man aber dazu noch aus einem fremden Land und spricht eine fremde Sprache, ist die Informationsbeschaffung deutlich schwieriger. Das Amt für Migration und Integration des Kantons Aargau (Mika) hat für dieses Problem eine Lösung erarbeitet. Sie lautet: www.hallo-aargau.ch.

Seit April 2015 ist die neue Website online. Sie bietet in 13 verschiedenen Sprachen einfach formuliert und schlank gelayoutet grundlegende Informationen zum Leben im Aargau. Diese Alltagsthemen sind in 12 verschiedene Bereiche wie «Arbeit», «Gesundheit», «Wohnen», «Schule und Bildung» oder «Soziale Sicherheit» aufgeteilt. 

Auf für Zürcher Zuzüger geeignet

Wann und wo kann ich Abfall entsorgen? Wo kann ich einen Deutsch-Kurs besuchen? Wie funktioniert das Schulsystem und wo melde ich mein Kind an? Welche speziellen öV-Abonnemente gibt es? Was ist eigentlich typisch aargauisch?

Nicht nur die wichtigsten Rechte und Pflichten, sondern auch über die wichtigsten regionale Gepflogenheiten, Besonderheiten und Angebote kann sich ein ausländischer Neuzuziehender auf hallo-aargau.ch informieren.  

Die Website gibt es auch auf Deutsch. Und so kann sie mittels praktischer Suchfunktion und den zahlreicher weiterführender Links zu allen Themen auch anderen Zuzügern als eine Art rudimentäres Inhaltsverzeichnis dienlich sein – beispielsweise solchen aus Zürich, Basel-Stadt oder anderen Kantonen.

«Das haben wir ebenfalls schon öfters gehört und es ist durchaus so», sagt Barbara Cavelti, Leiterin Sektion Integration und Inneres beim Kanton. «Nebst den ausländischen Neuzuziehenden dient die Website auch verschiedenen Gemeindebehörden, wie der Einwohnerkontrolle oder den Sozialen Dienste. Aber auch Fach- und Beratungsstellen sowie Migrantenvereinen und nicht zuletzt auch allen anderen Zuzügern und Informationssuchenden.»

So haben auch die Gemeindemitarbeitenden dank der Internetseite eine kompakte Sammlung der wichtigsten Unterlagen, sowohl auf Deutsch als auch in zwölf Fremdsprachen von Spanisch über Albanisch bis Tamil. Diese können Sie mit wenigen Klicks finden, in der Sprache anpassen und als PDF-Datei speichern.

«Es ist letztlich ein Wegweiser oder Kompass», umschreibt Barbara Cavelti die Website. «Wichtig ist vor allem, dass es ein multilingualer Zugang ist – bereits ab der Startseite.» 

Mit der neuen Website möchte der Kanton die Eigenverantwortung der Neuzuzüger fördern und dadurch die Gemeindebehörden als erste Anlaufstellen entlasten. «Information ist ein erster Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Integration», heisst es beim Amt für Migration und Integration.

Japanisch für die Standortförderung

Die Auswahl der zwölf Fremdsprachen beruht auf den statistischen Migrationszahlen und der aktuellen Dringlichkeit. So hat man für Einwanderer aus Eritrea mit Tigrinya (Sudanesisch) die meistgesprochene der neun Nationalsprachen ausgewählt.

Die japanische Übersetzung bildet unter den 13 Sprachen die einzige Ausnahme: Sie wurde auf Wunsch der Standortförderung des Kantons Aargau. Laut Barbara Cavlelti ist eine Erweiterung des Sprachangebots bereits schon in Überlegung.

Wunsch und gesetzliche Lücke

Mit hallo-aargau.ch reagiert der Kanton nicht nur auf den Wunsch zahlreicher Aargauer Gemeinden, die nach einer Umfrage im Rahmen des Kantonalen Integrationsprogramm KIP mehr mehrsprachigem Informationsmaterial forderten. Man schliesst damit auch eine Lücke im gesetzlichen Informationsauftrag.

Denn das Ausländergesetz verpflichtet Bund, Kantone und Gemeinden, Ausländer angemessen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen in der Schweiz, insbesondere ihre Rechte und Pflichten zu informieren – und auf bestehende Angebote zur Integrationsförderung hinzuweisen.

Was das Übersetzungs-Projekts gekostet hat, gibt das Migrationsamt bis zur definitiven Schlussrechnung nicht bekannt.

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