Rebecca Rai

Neue Leiterin für das Frauenhaus Aargau-Solothurn

Das Frauenhaus Aargau/Solothurn. (Archivbild)

Das Frauenhaus Aargau/Solothurn. (Archivbild)

Geschäftsführerin Carmen Sidler hat gekündigt. Auf den 1. April erhält die Stiftung Frauenhaus Aargau-Solothurn eine neue Betriebsleiterin: Rebecca Rai.

Während der Coronakrise nehmen die Fälle von häuslicher Gewalt zu. Das Frauenhaus Aargau-Solothurn spürt den Anstieg bereits. Umso wichtiger ist es, dass hinter den Kulissen alles läuft. Doch wer Carmen Sidler, der Geschäftsführerin der Stiftung Frauenhaus Aargau-Solothurn, in diesen Tagen eine E-Mail schreibt, erhält eine automatische Antwort. „Ab dem 28.02.2020 arbeite ich nicht mehr für die Stiftung Frauenhaus Aargau-Solothurn.“

Carmen Sidler übernahm die Geschäftsführung vor rund zwei Jahren nach einer turbulenten Zeit. Nun schlägt auch sie neue Wege ein. „Sie hat sich entschlossen, die Stiftung per Ende Februar zu verlassen und sich eigenen Projekten zu widmen“, sagt Stiftungsratspräsidentin Janine Sommer.

Neue Organisationsstruktur

Ihr Weggang habe den Stiftungsrat veranlasst, die Organisationsstruktur zu überdenken und zu entschlacken. In Zukunft verzichtet die Stiftung auf eine Geschäftsführung. Stattdessen wurde die Stabstelle Buchhaltung auf eine Stabstelle Administration und Finanzen ausgedehnt und das Frauenhaus und die sozialpädagogische Wohngruppe Chleematt werden je durch eine Betriebsleitung geführt. Sowohl die Stabstelle als auch die Betriebsleitung rapportiert direkt an den Stiftungsrat.

Es ist auch bereits klar, wer die neuen Funktionen übernimmt: Rebecca Rai wird per 1. April Betriebsleiterin des Frauenhauses, Jolanda Kalt übernimmt die Stabstelle Finanzen und Administration. Die Chleematt wird weiterhin von Urs Rüegsegger geleitet. 

Kanton war über Kündigung informiert

Das Departement Bildung, Kultur und Sport, über dessen Leistungsauftrag die Stiftung verfügt, sei über die Kündigung der Geschäftsführerin informiert worden, sagt Peter Walther, Leiter der Abteilung Sonderschulung, Heime und Werkstätten. „Uns war auch frühzeitig bekannt, dass die Leitung des Frauenhauses bereits am 1. April wieder besetzt ist.“ Ein nahtloser Betrieb habe sichergestellt werden können. „Die stellvertretende Leiterin wurde von den Mitgliedern des Stiftungsrates tatkräftig unterstützt“, sagt Walther.

Seine Abteilung sei zusammen mit der Opferhilfe und der Fachstelle häusliche Gewalt laufend im Austausch mit dem Frauenhaus. „Dabei werden Lösungsansätze für die aktuell anspruchsvolle Situation wegen der Coronakrise entwickelt“, sagt er. Denn die Plätze im Frauenhaus Aargau-Solothurn sind knapp – und ausweichen auf andere Kantone ist schwierig, weil viele Frauenhäuser wegen der Coronakrise eine steigende Nachfrage spüren. (nla)

Impressionen aus dem Frauenhaus Aargau-Solothurn:

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