Nachfolge

Neue Kantonstierärztin: Barbara Thür nimmt Platz von Erika Wunderlin ein

Barbara Thür (links) tritt als neue Kantonstierärztin die Nachfolge von Erika Wunderlin an.

Barbara Thür (links) tritt als neue Kantonstierärztin die Nachfolge von Erika Wunderlin an.

Barbara Thür wird neue Kantonstierärztin. Sie löst Erika Wunderlin ab, die nach fast 20 Jahren als Leiterin des kantonalen Veterinärdiensts in den vorzeitigen Ruhestand tritt. Thür ist derzeit stellvertretende Kantonstierärztin.

Die bisherige Kantonstierärztin Erika Wunderlin lässt sich nach langjährigem Dienst frühpensionieren. Barbara Thür übernimmt die Nachfolge und tritt ihre neue Funktion per 1. April 2018 an. Das teilt das Departement Gesundheit und Soziales mit. 

Die 55-jährige Barbara Thür hat ihr Studium der Veterinärmedizin an der Universität Zürich absolviert und promovierte, nach einigen Jahren Praxistätigkeit, an der Universität Bern.

Anschliessend war sie zunächst wissenschaftliche Mitarbeiterin, danach Leiterin der Diagnostik für hochansteckende Tierseuchen am Institut für Virologie und Immunologie (IVI) des Bunds.

Parallel zur Tätigkeit am IVI hat Barbara Thür im Jahr 2011 an der Universität Bern ihre Habilitation zum Thema Blauzungenvirus erlangt. Seit 2015 ist sie stellvertretende Kantonstierärztin im Kanton Aargau und dabei insbesondere verantwortlich für die Bereiche Tiergesundheit und Fleischhygiene.

Nach 20 Dienstjahren in den Ruhestand

Die Fricktalerin Erika Wunderlin leitet den kantonalen Veterinärdienst seit 1. November 1998. Nach verschiedenen beruflichen Stationen, unter anderem beim kantonalen Veterinäramt Luzern, übernahm sie 1998 die Stelle als Aargauer Kantonstierärztin und damit die Leitung des kantonalen Veterinärdiensts. Nach beinahe 20 Jahren in diesem Amt tritt Erika Wunderlin per Ende März in den vorzeitigen Ruhestand.

Wie die Kommunikationsleitung des Departement schreibt, setzte sich Erika Wunderlin stets mit viel Sachverstand und Augenmass für das Tierwohl im Kanton Aargau ein.

Sie unterstützte dabei gesetzliche Neuerungen auf Bundesebene, die einer besseren Tierhaltung dienten, positionierte sich aber auch klar gegen geplante Regelungen, welche lediglich einen administrativen Mehraufwand verursachten.

In ihrer Zeit als Kantonstierärztin waren auf dem Gebiet der Tierseuchenbekämpfung die Umsetzung der Massnahmen zur wirkungsvollen Bekämpfung von BSE und der Vogelgrippe wichtige Projekte.

Auf kantonaler Ebene sorgte sie mit der Revision des Tierseuchengesetzes im Jahr 2009 für die Einführung eines seitens Kanton und Tierhalter paritätisch geäufneten Tierseuchenfonds.

Daraus werden Projekte zur Tierseuchenbekämpfung finanziert sowie Tierhalter bei Tierverlusten entschädigt. Auch sorgte sie 2012 für die Einführung eines neuen kantonalen Hundegesetzes, das für die Haltung von Listenhunden eine Halteberechtigung vorsieht.

Gemäss Mitteilung dankt Regierungsrätin Franziska Roth, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales, Erika Wunderlin für ihre langjährige wertvolle Arbeit, die sie für den Veterinärdienst und den Kanton Aargau geleistet hat.

Insbesondere hebt Roth den Einsatz für den Schutz der Bevölkerung und der Tiere im Zusammenhang mit verschiedenen Tierseuchen wie der Vogelgrippe, BSE oder der Blauzungenkrankheit sowie ihr langjähriges Engagement im Tierschutzbereich hervor. 

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