Alternativenergie
Neue Flusskraftwerke sind ein Thema

Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie kommt auch im Aargau ein Ausbau der Wasserkraft als alternative Bandenergie wieder auf die Traktandenliste. Zwei Vorstösse im Grossen Rat fordern den Kanton zu Machbarkeitsstudien auf.

Fabian Muster
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In einem Vorstoss fordert Grossrat Andreas Villiger (CVP, Sins) die Regierung auf, eine Machbarkeitsstudie für «Grosskraftwerke an Aargauer Flüssen» zu erstellen. Er macht gleich selbst drei Standortvorschläge: Zwei Kraftwerke sähe er in der Reuss unterhalb von Bremgarten bis zur Mündung in die Aare, eines bei Koblenz im Rhein, wo bereits in den 1960er-Jahren ein Projekt aufgegleist, dann aber wegen dem Bau der Atomkraftwerke wieder sistiert wurde.

Kraftwerke im Aargau

Zu den Projekten für grosse Flusskraftwerke im Rhein gehörte im letzten Jahrhundert auch Koblenz-Kadelburg. Damit sollte die Stufe des Koblenzer Lauffens für die Stromproduktion genutzt werden, aber der Widerstand war gross. Der Aargauer Grosse Rat behandelte die Botschaft des Regierungsrates 1958, die Bauherren begannen mit den Arbeiten, bauten 1964 bis 1966 einen Entwässerungsstollen und investierten 20 Millionen Franken.

Mit der Diskussion um das Atomkraftwerk Beznau verschärfte sich der Widerstand aus Naturschutz und Fischerei. Diese sahen in der sauberen Kernenergie die Zukunftslösung der Stromproduktion. Der Schweizerische Bund für Naturschutz forderte den direkten Schritt zur Atomenergie, denn «die Erhaltung von reinem Wasser und reiner Luft, aber auch von natürlicher Landschaft ist zu einer dringenden staatspolitischen Aufgabe geworden». 1966 wurde der Bau eingestellt, 1969 nahm Beznau1 den Betrieb auf. (Lü.)

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