Das Departement für Finanzen und Ressourcen des Kanton Aargaus präsentiert Erkenntnisse aus zwei aktuellen Gesundheits-Statistiken: Das durchschnittliche Alter beim Eintritt in ein Alters- oder Pflegeheim ist innerhalb von nur sechs Jahren von 80,41 auf 81,41 gestiegen.

Die Gesamtkosten für Pflege und Unterstützung nehmen trotzdem zu. Dies geht aus der SOMED-Statistik (Statistik der Sozialmedizinischen Institutionen) und der Spitex-Statistik 2012 hervor.

Deutlich gestiegene Kosten

Die höheren Kosten im Gesundheitswesen macht auch vor den Alters- und Pflegeheimen sowie der spitalexternen Hilfe und Pflege (Spitex) nicht Halt. Die Betriebskosten der stationären Langzeitpflege stiegen zwischen 2006 und 2012 um 52,7 Prozent.

Dies ist vor allem auf eine Zunahme der Pensions- und Betreuungskosten zurückzuführen. Mit ein Grund für den Anstieg ist das seit 2008 geltende Pflegegesetz, das eine Vollkostendeckung der Leistungen vorschreibt.

2012 betrugen die Gesamtkosten für die Spitex 76,1 Prozent mehr als 2006. Im selben Zeitraum nahmen die verrechneten Stunden für Pflege und hauswirtschaftliche Leistungen um 41,3 Prozent zu. Allerdings werden seit 2010 in der Spitex-Statistik zusätzlich private Anbieter erfasst, ein Teil der Zunahme ist auf diese Erweiterung der Grundgesamtheit zurückzuführen.

Mehr Mitarbeitende in Heimen und bei der Spitex

Mit den zunehmenden Leistungen ist auch die Zahl der Mitarbeitenden in Alters- und Pflegeheimen stetig angestiegen, zwischen 2006 und 2012 um 31,9 Prozent. Auch die Spitex-Organisationen verzeichnen einen Anstieg der Anzahl Mitarbeitenden von 46 Prozent.

Bewohner sind beim Heimeintritt älter

Während das Durchschnittsalter der Beherbergten in Alters- und Pflegeheimen zwischen 2006 und 2012 keinen deutlichen Trend aufweist, hat sich das Eintrittsalter innerhalb von nur sechs Jahren um ein Jahr (+1,3 Prozent) erhöht.

Gleichzeitig wurden von den über 80-jährigen Personen 191‘606 Stunden mehr (+66,1 Prozent) an pflegerischen und hauswirtschaftlichen Spitex-Leistungen beansprucht.

Hier finden sie sie vollständige Medienmitteilung des Kantons. (rpa)