Busse im Gebiet der A-Welle sind zunehmend in einem einheitlichen Look mit weisser Grundfarbe gespritzt. Die A-Welle-Erkennungsfarbe war ein besonderes Anliegen des aargauischen Verkehrsministers Peter C. Beyeler, der den Stab vor Jahresfrist an Nachfolger Stephan Attiger übergeben hat. Männiglich fragte sich, ob der bei Postautofahrgästen sehr umstrittene Entscheid gekippt werde.

Freude bei Postautochef Zingg

Jetzt steht fest: Die nächsten Postautos, die im A-Welle-Gebiet angeschafft werden, sind wieder gelb. Patrick Zingg, Standortleiter Aarau und stellvertretender Chef von Postauto Nordschweiz, freut sich über den Entscheid: «Der farbliche Auftritt des Postautos ist für uns mit vielen Emotionen verbunden. Entsprechend freuen wir uns, dass wir jetzt auch im A-Welle-Gebiet wieder mit der eigenen Unternehmensfarbe verkehren dürfen.»

Zingg betont aber, dass weisse Postautos nicht umgespritzt werden: «Dafür können und wollen wir kein Geld einsetzen.» Wenn neue Fahrzeuge beschafft werden, kommen die jetzt aber auch im A-Welle-Gebiet wieder im Postgelb daher. Die Postauto Region Nordschweiz plant bis 2015 die Beschaffung von 25 weiteren Gelenkbussen - alle in Gelb.

Ärgert man sich im Nachhinein nicht über diese Einheitslook-Übung, und was kostete sie? Zingg diplomatisch: «Wir haben nachträglich ein gewisses Verständnis für diesen Entscheid der Regierung von 2008 für einen einheitlichen Auftritt der A-Welle.» Mehrkosten seien nicht entstanden, da nie bestehende Fahrzeuge umgespritzt wurden.

Gelb und mit A-Welle-Aufkleber

Wenn keine Postautos umgespritzt werden, rund 90 noch gelb, 60 aber bereits weiss gespritzt sind, wie lange dauert es dann, bis das Postauto im Aargau wieder einen einheitlichen Auftritt hat? Laut Zingg fährt ein Postauto rund eine Million Kilometer. Im Aargau braucht es dafür etwa 12 Jahre, dann wird es ausgetauscht. Da die letzten weissen Postautos 2013 beschafft wurden, dauert es somit bis 2025, bis alle wieder einheitlich gelb daherkommen. Selbstverständlich tragen dann aber die gelben Postautos wie heute schon beidseits und auf der Frontseite den unübersehbaren A-Welle-Aufkleber.

Ein Entscheid steht noch aus

Bei öV-Linien, die hauptsächlich ausserhalb der A-Welle im Einsatz sind, etwa bei Zügen, macht aber der A-Welle-Aufkleber keinen Sinn. A-Welle-Geschäftsführer Martín Osuna: «Dort steht ja schon SBB, manchmal noch Thurbo und Ostwind oder ZVV. Da würde ein zusätzlicher A-Welle-Kleber nur Verwirrung schaffen. Das wollen wir nicht.» Bis im September will man einen genauen Überblick haben, welche Fahrzeuge zum Beispiel der SBB mehrheitlich im Aargau unterwegs sind. Dann soll der A-Welle-Rat das Reglement genehmigen, das besagt, wo überall ein A-Welle-Aufkleber prangen muss.