Direktverbindung

Neubaustrecke von Aarau nach Zürich erhält einen Schub

Bahnhof Aarau: Die Direktlinie nach Zürich ist einen Schritt weiter.

Bahnhof Aarau: Die Direktlinie nach Zürich ist einen Schritt weiter.

Die Verkehrskommission des Ständerats will, dass die Neubaustrecke für 7 Milliarden Franken im nächsten Bahnausbauschritt geprüft wird.

Es gibt kaum ein Aargauer Anliegen, das in allen politischen Lagern so einhellig unterstützt wird wie der Bahnausbau im Mittelland. Im vergangenen Herbst hat sich ein überparteiliches Komitee mit Vertretern von links bis rechts gebildet, das sich für eine Neubaustrecke von Aarau nach Zürich starkmacht.

Federführend im Komitee sind die Nationalräte Thierry Burkart (FDP) und Cédric Wermuth (SP), deren politische Positionen sonst kaum unterschiedlicher sein könnten. Bisher haben gut 1800 Personen eine Online-Petition unterzeichnet, die verlangt, dass der Bund unverzüglich aufzeigt, «wie eine Neubaustrecke zwischen Aarau und Zürich finanziert und realisiert werden kann».

Nun gibt es für sie gute Nachrichten aus Bern. Gemäss einer Mitteilung vom Dienstag hat die Verkehrskommission des Ständerats entschieden, «die Direktverbindung Aarau–Zürich explizit in die Liste der Projekte aufzunehmen, welche für den nächsten Ausbauschritt geprüft werden.» Dies ist ganz im Sinn von Thierry Burkart: «Der Entscheid der Ständeratskommission, die Direktverbindung zwischen Aarau und Zürich für den nächsten Ausbauschritt prüfen zu lassen, ist erfreulich», sagt er.

Aus Sicht des Komitees reichen die bisherigen Pläne des Bundesrats nicht, um die längerfristigen Mobilitätsbedürfnisse von Bevölkerung und Wirtschaft abzudecken. Dass nun eine erste Weichenstellung für eine Neubaustrecke erfolgt, ist laut Burkart «ein Schritt in die richtige Richtung und ganz im Sinn unseres Komitees Bahnanschluss Mittelland».

Dass die Ständeratskommission die Direktverbindung als Bauprojekt für den Ausbauschritt 2035 genehmigen würde, war nicht zu erwarten, dafür sind die Planungen nicht weit genug fortgeschritten. «Auch die Kosten von 6 bis 7 Milliarden Franken sind hoch, dies gilt aber auch für den Nutzen, wie die Bewertung des Bundesrats zeigt», hält Burkart fest. Mit der Aufnahme in die Liste der Projekte, die geprüft werden, seien die Voraussetzungen gegeben, «dass die Bahninfrastruktur im Aargau so ausgebaut werden kann, dass die künftigen Mobilitätsbedürfnisse abgedeckt sind».

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