Pandemie

Neu 101 bestätigte Corona-Fälle im Aargau – Grenzgänger sollen Unterkunft in der Schweiz erhalten

Aktuell (Stand Mittwoch 18.3.) wurden 101 Personen im Aargau positiv auf das Corona-Virus getestet. (Symbolbild)

Aktuell (Stand Mittwoch 18.3.) wurden 101 Personen im Aargau positiv auf das Corona-Virus getestet. (Symbolbild)

Im Kanton Aargau liegen zurzeit 101 bestätigte Fälle von Coronavirus-Erkrankungen vor. Das sind 34 mehr als am Dienstag. Und: Die Regierung will Grenzgängern, die in Spitälern arbeiten, die Einreise erleichtern oder eine Unterkunft in der Schweiz anbieten.

«Die Ausbreitung des Corona-Virus kann nicht mehr aufgehalten werden», schreibt der kantonale Führungsstab in seinem täglichen Bulletin. Derzeit zählt der Aargau 101 positive Corona-Fälle, sechs Personen sind im Spital. Die Zahlen der Infektionen, Erkrankungen und Todesfälle würden in den nächsten Wochen zunehmen, heisst es im Bulletin des Kantons. Deshalb müsse mit mehr krankheits- und quarantänebedingten Ausfällen gerechnet werden. Kritisch wäre dies vor allem für die Spitäler, wenn dort Personal erkranken und ausfallen würde.

Derzeit haben die Kantonsspitäler mit einem anderen Problem zu kämpfen: Angestellte aus Deutschland, die als Grenzgänger in einem Spital arbeiten, müssen an der Grenze seit der Verschärfung der Kontrollen oft stundenlang warten. Der Regierungsrat hält fest, dass Grenzgänger nicht täglich in ihr Heimatland zurückkehren müssten.

Für jene Grenzgänger, die im Gesundheitswesen oder in sogenannten «kritischen Infrastrukturen» arbeiten, zum Beispiel in der Energieversorgung, werden im Lauf der Woche Übernachtungsmöglichkeiten organisiert, die bei Bedarf genutzt werden können. Verantwortlich dafür sind die Regionalen Führungsorgane (RFO) und die Betriebe, Institutionen und Organisationen mit Grenzgängern. Diese werden vom Kantonalen Führungsstab und vom zuständigen RFO direkt informiert.

Regierung will spezielle Übergänge für Grenzgänger

Weiter fordert die Regierung den Bundesrat auf, bei den deutschen Behörden Massnahmen zu verlangen, um übermässige Verzögerungen beim Grenzübertritt zu vermeiden. Es müsse verhindert werden, dass den Grenzgängern die Einreise erschwert oder gar verunmöglicht werde. Zudem erwartet der von den eidgenössischen Zollbehörden, dass soweit möglich zusätzliche Grenzübergänge spezifisch für Grenzgänger geöffnet werden, die im Gesundheitswesen oder im Bereich kritischer Infrastrukturen tätig sind.

Abstimmungen vom 17. Mai abgesagt

Der Bundesrat hat am Mittwoch die Abstimmungen vom 17. Mai abgesagt. Der Regierungsrat hat beschlossen, auch die kantonale Abstimmung über die Abschaffung der Schulpflege zu verschieben. Der neue Termin für die Schulpflege-Abstimmung steht noch nicht fest.

Derweil hat das Büro des Aargauer Grossen Rates die nächste Sitzung des Kantonsparlaments auf den 12. Mai angesetzt. Die geplante Sitzung vom 28. April wurde hingegen abgesagt, ebenso die für den 12. Mai geplanten Fraktionsausflüge. Vor den Sommerferien will das Aargauer Kantonsparlament auch am 9., 16. und 23. Juni zusammenkommen. Zudem wurden drei zusätzliche Termine provisorisch in den Sitzungskalender aufgenommen: Es sind dies der 30. Juni, der 18. August und der 27. Oktober.

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