Gemeindebudgets

Nein, Nein und nochmals Nein: Aargauer stimmen klar gegen höhere Steuern

In drei Gemeinden wurden Steuererhöhungen abgelehnt.

In drei Gemeinden wurden Steuererhöhungen abgelehnt.

Die Steuerfusserhöhungen in Baden, Buchs und Wohlen wurden klar abgelehnt. In Baden hatte sogar die SVP den höheren Steuerfuss unterstützt.

Gleich in drei grossen Aargauer Gemeinden haben die Stimmenden am Sonntag das Budget 2019 mit einem höheren Steuerfuss abgelehnt. Am meisten überrascht das klare Nein in Baden, wo sogar die SVP die Steuererhöhung von 92 auf 97 Prozent unterstützte. Von den Stadtparteien positionierten sich nur FDP und GLP gegen das Budget. Doch die Badener lehnten den Voranschlag mit einem Nein-Anteil von 55,7 Prozent ab. Stadtammann Markus Schneider (CVP) sagt: «Eine gewisse Enttäuschung ist vorhanden.» Bei einer Vorlage zur Erhöhung des Steuerfusses müsse man sich immer auch auf eine Ablehnung vorbereiten. «Wir konnten zwar den Einwohnerrat von der Notwendigkeit höherer Steuern überzeugen, ganz offensichtlich sind wir mit unseren Argumenten beim Stimmvolk jedoch nicht durchgedrungen», bedauert Schneider.

Auch in Buchs wurde das Budget 2019 abgelehnt – dies sehr klar mit 663 Ja zu 1276 Nein. Hier sollte der Steuerfuss von 100 auf 108 Prozent steigen. Gemeindeammann Urs Affolter hatte mit einem knappen Resultat – für oder gegen das Budget – gerechnet. Das klare Nein habe ihn «überrascht und ein Stück weit erschreckt».

Der Wohler Voranschlag mit einer Steuererhöhung um 5 Prozentpunkte ist mit 2374 Nein- zu 1645 Ja-Stimmen klar bachab geschickt worden. Die Enttäuschung war Gemeindeammann Arsène Perroud anzumerken: «Klar ist der Gemeinderat nicht erfreut. Er ist nach wie vor der Meinung, dass eine Steuererhöhung von 110 auf 115 % der richtige Weg wäre.» 

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