Artenvielfalt
Naturschutzverbände fordern vom Kanton 6 Millionen Franken pro Jahr

Die Aargauer Natur- und Umweltverbände fürchten um die Artenvielfalt. Sie lancieren deshalb eine Petition an das Parlament und den Regierungsrat. Die Forderung: Der Kanton soll doppelt so viel Geld springen lassen für die Natur wie bis anhin geplant.

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Verschiedene Vogelarten, wie zum Beispiel hier der Rotkopfwürger, sind in der Schweiz nicht mehr aufzufinden.

Verschiedene Vogelarten, wie zum Beispiel hier der Rotkopfwürger, sind in der Schweiz nicht mehr aufzufinden.

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«Über ein Drittel der Pflanzen- und Tierarten sind bedroht», schreiben die Aargauer Natur- und Umweltverbände in einer Mitteilung. Deshalb fordern sie vom Kanton mehr Geld für das Naturschutzprogramm «Natur 2020». Um ihr Anliegen zu unterstützen, lancieren sie nun eine Petition an den Regierungsrat und den Grossen Rat.

Darin fordern der Aargauische Fischereiverband, der Aargauische Jagdschutzverein, BirdLife Aargau, Pro Natura Aargau und WWF Aargau, die vorgesehenen 3 Millionen Franken pro Jahr für das Naturschutzprogramm auf 6 Millionen zu verdoppeln. Dies würde 0,12 Prozent des Kantonsbudgets entsprechen. «Das sind rund 10 Franken pro Einwohner und Jahr», schreiben die Verbände.

In der Schweiz seien bereits 255 Arten ausgestorben, so auch der Singvogel Rotkopfwürger, der bis in die 90er-Jahre im Aargau gebrütet habe. «Die Artenvielfalt im Siedlungsraum hat im Kanton Aargau zwischen 1996 und 2009 kontinuierlich abgenommen», heisst es im Schreiben. Zudem würden invasive Arten die Biodiversität bedrohen. «Das vom Regierungsrat vorgeschlagene Naturschutz-Programm Natur 2020 ist wichtig, doch es braucht deutlich mehr Mittel.»

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