Baden
Nationalrat Guhl will klare Richtlinien für Fahrten mit dem Blaulicht

Eine Ambulanzfahrerin hat in Baden ein Rotlicht überfahren und dabei einen tödlichen Unfall verursacht. Sie ist dafür vom Bundesgericht schuldig gesprochen worden. Der Aargauer BDP-Nationalrat will nun eine klare Regelung für Blaulichtfahrten.

Drucken
Teilen
Krankenwagen mit Blaulicht (Archiv)

Krankenwagen mit Blaulicht (Archiv)

Keystone

Das Bundesgericht hat das Verdikt der Vorinstanz bestätigt und eine Ambulanzfahrerin die 2009 in Baden einen tödlichen Unfall verursachte, der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen.

Bernhard Guhl, Aargauer BDP-Natioinalrat, hat dafür null Verständnis und findet das Urteil unverhältnismässig, wie er gegenüber TeleM1 sagt. Das höchste Ziel müsse es sein, in Zukunft solche Unfälle zu vermeiden. «Es kann aber nicht sein, dass jemand, sobald er in eine Ambulanz einsteigt und losfährt, mit einem Fuss schon im Gefängnis ist.

Im Fall Baden ist die Ambulanzfahrerin mit knapp 20 km/h übers Rotlicht gefahren und hat den zu schnell fahrenden Töfffahrer übersehen. Gemäss einem Merkblatt des Bundesamtes für Verkehr (BAV) hätte sie so langsam fahren müssen, dass sie noch rechtzeitig anhalten kann. «Auf einen Sicherheitshalt soll nach Möglichkeit verzichtet werden, um keine Zweifel über die Beanspruchung des Vortrittsrechts aufkommen zu lassen», steht da weiter.

Was zu tun sei, werde aus diesem Merkblatt vom BAV eben nicht klar, kritisiert Guhl. Er verlangt vom Departement Leuthard daher präzise Richtlinien. Am Montag sollte Guhl eine Antwort auf seine Anfrage bekommen.

In Baden hat man längst reagiert und in die Ambulanzfahrzeuge Geräte eingebaut, mit denen sich die Ampeln Steuern lassen. Die Ambulanz hat damit nun immer Vorfahrt. (rsn)

Aktuelle Nachrichten