Öffentlicher Verkehr

Nächste Lockerung am 11. Mai: Der öV im Aargau kommt schrittweise aus der Krise

Die SBB wollen ihr Angebot am 11. Mai noch einmal erweitern.

Die SBB wollen ihr Angebot am 11. Mai noch einmal erweitern.

Nach dem Lockdown nimmt die Schweiz so langsam wieder ihren Betrieb auf. Dies gilt auch für den öffentlichen Verkehr. Bis alle Verbindungen wieder fahrplanmässig verkehren, wird es noch eine Weile dauern.

Am Montag wird der öffentliche Verkehr wieder ein stückweit hochgefahren. Dies soll laut Bundesamt für Verkehr abgestimmt auf das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben geschehen. Konkret heisst das: ab dem 11. Mai wird im Aargau noch nicht wieder Normalbetrieb herrschen.

Die Busbetriebe in den Regionen Aarau, Lenzburg und Baden-Wettingen sind bereits seit letzter Woche weitgehend so unterwegs, wie vor der Coronakrise. Auch die Postauto AG fährt dann wieder nach dem gewohnten Fahrplan. Ausgenommen sind Nachtkurse und Linien mit ausschliesslich touristischen Funktionen. Auch die SBB wollen nach der ersten Lockerungsetappe im April ihr Angebot am 11. Mai noch einmal erweitern.

Die S19 fährt bereits seit letzter Woche zu Nebenverkehrszeiten im Raum Zürich. Ab Montag wird die Verbindung wieder von Koblenz via Baden nach Pfäffikon ZH geführt.

Normalbetrieb wohl erst im Juni

Der IR16 Zürich-Bern, mit Halt in Baden, Brugg, Aarau und Olten, soll zwar ab dem 11. Mai wieder fahren. Dies allerdings in reduziertem Takt, also noch nicht zu den gewohnten Zeiten. Ausserdem wird die Strecke vorübergehend über Langenthal und Burgdorf geführt, was die Fahrzeit um eine knappe halbe Stunde verlängert. Erst ab dem 8. Juni verkehrt der IR16 wieder fahrplanmässig auf seiner gewohnten Strecke.

Ebenfalls erst ab dem 8. Juni in den Fahrplan aufgenommen werden: der Regioexpress Olten-Wettingen, die S42 zwischen Muri und Zürich sowie der IR36, der Basel mit dem Flughafen Zürich verbindet. Die SBB empfehlen jedoch weiterhin, vor jeder Reise den Online-Fahrplan zu konsultieren.

Die Wiederaufnahme des Normalbetriebs scheint demnach deutlich komplizierter zu sein als es die Ausdünnung des Fahrplans war. Dies bestätigen die SBB auch auf Nachfrage. Ähnlich wie bei einem grossen Fahrplanwechsel führe die pünktliche Bereitschaft von tausenden Mitarbeitenden und hunderten Lokomotiven zu einem massiven planerischen Aufwand. Da zwischenzeitlich abgestellte Fahrzeuge wieder reaktiviert und instandgesetzt werden müssten, erfordere dies entsprechende Vorlaufzeiten, so ein Sprecher der SBB.

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