«Das Amt als Ständerat würde mich sehr reizen, in dieser Funktion könnte ich den Aargau in Bern noch besser vertreten», sagt Thierry Burkart (43, Baden). «Ich habe allerdings noch keine definitive Entscheidung getroffen, zuvor werde ich noch verschiedene Gespräche führen.» Er sei zwar erst drei Jahre als Nationalrat in Bern, habe sich aber schnell etabliert und sei sehr gut vernetzt. Zudem kenne er den Aargau aus seiner langen politischen Tätigkeit als Grossrat und Grossratspräsident.

Er lanciert schon fast einen Wahlslogan: «Ich trage unseren Kanton im Herzen und bin überzeugt, dass ich in Bern für den Aargau etwas bewirken könnte.» Der Rechtsanwalt hält fest, er scheue die politische Auseinandersetzung nicht, die im Nationalrat oft hart geführt werde. «Ich diskutiere aber immer mit Anstand und Respekt, von meinem politischen Stil her würde der Ständerat gut passen für mich.» Das sei ihm in Bern von mehreren Politikern bestätigt worden.

«Ein vernünftiger Entscheid – aber auch gut für die Konkurrenz»

«Ein vernünftiger Entscheid – aber auch gut für die Konkurrenz»

Der Kommentar des stellvertretenden AZ-Chefredaktors Rolf Cavalli.</div>

Jauslin: «Thema für mich»

«Es ist schade, dass Philipp Müller nicht mehr antritt, ich habe viel von ihm profitiert, er wird weiterhin eine wertvolle Ansprechperson bleiben», sagt Matthias Jauslin (56, Wohlen). Nach Müller wird eine Kandidatur als Ständerat für Jauslin zum Thema: «Ich werde mein Interesse dafür anmelden, doch die Nomination ist Sache der Partei.»

Jauslin betont, er habe auf sämtlichen Ebenen schon Politik gemacht. «Ich war Einwohnerrat, Gemeinderat, Grossrat, Kantonalparteipräsident und bin jetzt Nationalrat. Ich denke, ich könnte den Aargau in Bern uneigennützig vertreten.» Zudem sei er mit seinen 56 Jahren in einem guten Alter und habe reiche Lebenserfahrung, um für dieses Amt zu kandidieren.