Balz Bruder, Medienchef in Susanne Hochulis Departement für Gesundheit und Soziales, bestätigt die Recherchen von «Tele M1»: «Cornelia Breitschmid hat geltend gemacht, dass sie das Vertrauen der Departementsleitung in ihre Arbeit nicht mehr spüre und dass sie nicht mehr alle Entscheide mittragen könne.»

Cornelia Breitschmid: Wegen Vetternwirtschaft Büro geräumt

Die Aussage lässt aufhorchen. Ende Januar hatte die Aargauer Zeitung publik gemacht, dass der zuständige Mitarbeiter des kantonalen Sozialdienstes Möbel für Asylunterkünfte auf zweifelhafte Art und Weiste beschaffte. Er vergab Aufträge in der Höhe von rund 750000 Franken nämlich an die Frau seines kroatischen Cousins.

Der Kanton reagierte prompt auf den Fall und beauftragte die Finanzkontrolle mit einer Sonderprüfung. Gleichzeitig wurden eine Reihe von internen Massnahmen getroffen. Eine davon betraft auch Cornelia Breitschmid als Leiterin des Sozialdienstes. Die Sektion Asyl, bisher in der Verantwortung von Breitschmid, wurde im Zuge der Möbel-Affäre direkt Stephan Campi, dem Generalsekretär von Susanne Hochuli unterstellt.

Vettern-Wirtschaft oder normale Warenbeschaffung? (Tele M1, 25.1.2016)

Eine Mitschuld von Cornelia Breitschmid an der Affäre verneint der Kanton unmissverständlich. Und Cornelia Breitschmid antwortet «Tele M1» schriftlich zu ihrer Kündigung: «Nicht die Sonderprüfung und ihr Inhalt sind der Auslöser, sondern die Massnahmen, welche im Umfeld der Sonderprüfung getroffen wurden.» (az)

Aargauer Asylwesen: Gibt es noch mehr Vetternwirtschaft? (Tele M1, 1.2.2016)