Hochwasser
Nach verregneten Tagen sinken die Aargauer Gewässerpegel wieder

Ein Frühlingshochwasser wie beispielsweise 1999 kann entstehen, wenn grosse Schneemengen, längere Wärmeperioden sowie intensive und lang anhaltende Niederschläge zusammentreffen. Alle drei Aspekte waren bis vor kurzem noch gegeben.

Adrian Hunziker
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Die Limmat führt bei Vogelsang aber immer noch viel Wasser und Treibholz mit sich.

Die Limmat führt bei Vogelsang aber immer noch viel Wasser und Treibholz mit sich.

Adrian Hunziker

Am Donnerstag und Freitag regnete es im Aargau ergiebig. Von einer Hochwassersituation konnte aber nicht gesprochen werden: «Es wurden aus dem Aargau keine Schäden gemeldet. Wir sind verschont geblieben vor Hagelschlag, überschwemmten Verkehrswegen und Kellern», sagte Bernhard Graser, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, am Freitag gegenüber der az Aargauer Zeitung.

Die Aare bei Untersiggenthal kam am Freitagvormittag auf 1188 Kubikmeter pro Sekunde. Gestern Sonntagnachmittag hatte sich die Situation an selber Stelle wieder etwas beruhigt. Der Pegel stand auf 1078 Kubikmeter pro Sekunde.

Seepegel wieder normal reguliert

Da der Schnee in den vergangenen Wochen kontinuierlich schmolz, entschied der Bund am Freitag ausserdem, die Jurarandseen und den Zürichsee wieder normal zu regulieren. Der Bund hatte Mitte März zusammen mit den betroffenen Kantonen, dazu gehört auch der Aargau, das Tiefhalten der Seepegel als vorsorgliche Massnahme gegen potenzielle Frühlingshochwasser beschlossen. Ziel war es, mehr Platz in den Seen zu erhalten.

In den vergangenen drei Monaten haben der Bund und die beteiligten Kantone die Lage der Gewässer im Rahmen von wöchentlichen Telefonkonferenzen gemeinsam beurteilt und die vorsorglichen Massnahmen festgelegt.