Schadensummen

Nach Verlust von über 45 Millionen: Aargauische Gebäudeversicherung zurück in den schwarzen Zahlen

Über 40 Meldungen im Aargau wegen Sturmschäden (März 2019)

Über 40 Meldungen im Aargau wegen Sturmschäden (März 2019)

Der heftige Wind vom Sturmtief Bennet hat heute reihenweise Bäume umgeknickt und Ziegel von den Dächern gefegt. Diverse Strassen mussten deswegen gesperrt werden.

Die Aargauische Gebäudeversicherung (AGV) ist wieder zurück in den schwarzen Zahlen. Die staatseigene AGV erzielte 2019 einen Gewinn von 101,3 Millionen Franken, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 45,3 Millionen Franken angefallen war.

Das sehr positive Geschäftsergebnis 2019 sei die Folge eines weit unterdurchschnittlichen Schadenjahrs, verbunden mit einer unerwartet positiven Entwicklung an den Finanzmärkten, heisst es in der am Mittwoch veröffentlichten Botschaft an den Grossen Rat. Hinzu komme eine Höherbewertung der eigenen Liegenschaften. Dies habe einen einmaligen Effekt von rund 23 Millionen Franken.

Die Schadensumme für die Elementarschäden 2019 lag mit insgesamt 5,4 Millionen Franken deutlich unter dem Vorjahr mit 32,6 Millionen Franken. Die meisten Elementarschäden wurden der AGV aufgrund des Sturmtiefs Bennet vom 4. März und einem Sommergewitter am 18. August gemeldet.

Das Sturmtief Bennet wütete im Freiamt besonders heftig:

Das Sturmtief war für 1077 Schadenmeldungen und einer Schadensumme von insgesamt 1,9 Millionen Franken verantwortlich. Nach dem Sommergewitter verzeichnete die AGV 258 Schadenmeldungen mit einer Schadensumme von insgesamt 1,1 Millionen Franken. Die Schadensumme bei den Feuerschäden fiel 2019 mit 24,5 Millionen Franken leicht höher aus als im Vorjahr.

Die Performance der Finanzanlagen verlief «sehr erfreulich», wie es im Jahresbericht heisst. Die AGV rechnete mit einer Performance von 1,8 Prozent - per Ende Jahr wurden es jedoch unter dem Strich 10,4 Prozent.

Die Zahl der bei der AGV versicherten Gebäude stieg im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent auf 231'795. Der Versicherungswert stieg um 2,2 Prozent auf 220,19 Milliarden Franken.

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