Coronavirus

Nach Todesfällen in Wolfsburger Pflegeheim: So wappnen sich Aargauer Altersheime gegen das Virus

Aargauer Altersheime rüsten sich gegen das Coronavirus

Aargauer Altersheime rüsten sich gegen das Coronavirus

In einem Pflegeheim in Deutschland ist der Worst Case eingetreten. Über die Hälfte aller Bewohner steckte sich mit dem Coronavirus an, 17 Leute starben. Solch ein Szenario macht auch den Aargauer Altersheimen Angst. Für einen Ausbruch sind sie jedoch gewappnet.

Eine Tragödie sondergleichen spielte sich in einem Altersheim im deutschen Wolfsburg ab. Innerhalb weniger Tage sind dort 17 Senioren an den Folgen der Coronavirus-Erkrankung gestorben. Wegen den zahlreichen Todesfällen wurden die Bewohner des Heims umplatziert – in einen Trakt mit Infizierten und einen mit nicht Infizierten. Die Geschäftsleitung des Wohnheims wird sich auch auf die Ermittlungen der Justiz einstellen müssen.   

In den Aargauer Altersheimen sind solche Szenarien glücklicherweise nicht eingetreten. Thomas Peterhans, Präsident der Pflegeinstitutionen VAKA, erklärt im Videointerview mit dem Regionalsender Tele M1: «Mir ist im Aargau ein Fall bekannt, bei dem sich eine betagte Person mit dem Coronavirus angesteckt hat.» Diese Person sei sofort isoliert worden, um weitere Ansteckungen zu verhindern. Peterhans fügt an: «Meines Wissens ist diese Person wieder wohlauf.»

Auf Worst Case-Szenario vorbereitet

Weil in den Aargauer Altersheimen striktes Besuchsverbot gilt, geht die grösste Gefahr für eine Ansteckung derzeit von den Pflegerinnen und Pflegern aus. Sie sind darum aufgefordert, auch privat besonders vorsichtig zu sein. Dennoch: ein Ansteckungsfall wie im deutschen Wolfsburg kann nie ausgeschlossen werden. Doch auch auf dieses Worst Case-Szenario sei man im Aargau vorbereitet, wie Rupert Studer, Leiter der Abteilung Pflegeheime der Stadt Aarau, erklärt. 

«In so einem Fall würde man versuchen, die entsprechenden Bereiche zu isolieren.» Auch die Mitarbeiter würden dann so aufgeteilt, dass sie nur noch in Bereichen mit Infizierten respektive Nichtinfizierten arbeiten würden. Details für so einen Fall seien zwar festgehalten, müssten im Ernstfall aber vorneweg geplant werden. Um eine Tragödie wie in Wolfsburg zu verhinden, werde in den Aarauer Pflegeheimen übrigens nur noch mit Schutzmasken gearbeitet. (luk) 

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