Die SVP habe sie mit diversen diffusen Vorwürfen eingedeckt und sie quasi zum Rücktritt gezwungen, sagte Franziska Roth. Sie habe aber feststellen können, dass sie seit ihrem Amtsantritt im Departement Gesundheit und Soziales viele Veränderungen habe bewirken können.

Sie werde weiterhin dezidiert bürgerlich politisieren und schliesse eine Rückkehr in die SVP nicht aus, sobald dort andere Leute ans Ruder kommen. Einen Wechsel in eine andere Partei komme für sie nicht in Frage, weil die SVP ihre politische Heimat bilde.

Roth hofft, dass sie nach dem Austritt aus der Partei endlich ungestört ihre Arbeit ausführen kann. Sie hat auch keine Angst, mit ihren Anliegen zu scheitern. In ihrer bürgerlichen Sachpolitik werde sie weiterhin von den bürgerlichen Parteien und Fraktionen unterstützt werden, ist sie überzeugt.

Die frühere Brugger Bezirksrichterin Roth ist seit Anfang 2017 im Amt. Sie hatte sich im zweiten Wahlgang der Aargauer Regierungsratswahlen vom November 2016 überraschend und deutlich gegen Nationalrätin Yvonne Feri (SP) und Grossrätin Maya Bally (BDP) durchgesetzt.

Mit der Wahl von Roth war die SVP erstmals mit zwei Sitzen in der fünf Mitglieder zählenden Aargauer Regierung vertreten. Roth eroberte nicht nur den Sitz von Susanne Hochuli (Grünen), sondern auch deren Departement Gesundheit und Soziales. (SDA)

Die Sondersendung von der Medienkonferenz in voller Länge:

Franziska Roth tritt aus der SVP aus – die Sondersendung vom 23. April 2019

Franziska Roth tritt aus der SVP aus – die Sondersendung vom 23. April 2019

Hier können Sie den Liveticker von der Medienkonferenz nachlesen:

Regierungsrätin Franziska Roth – von der Nomination bis heute:

Franziska Roth: «Ich bleibe im Amt»

Franziska Roth: «Ich bleibe im Amt»

Die wichtigsten Aussagen der in der Kritik stehenden SVP-Regierungsrätin in der Sendung «TalkTäglich» vom 18. März auf Tele M1. Moderation: AZ-Chefredaktor Rolf Cavalli.