Bundesratswahlen

Nach Leuthards Rücktrittsankündigung: Aargauer CVP-Nationalrätin Humbel fordert FDP heraus

Ruth Humbel nach Leuthards Rücktritts-Ankündigung: «Jetzt ist es an den Freisinnigen, eine Frau zu stellen»

Ruth Humbel nach Leuthards Rücktritts-Ankündigung: «Jetzt ist es an den Freisinnigen, eine Frau zu stellen»

Die Aargauer Politikerinnen und Politiker sind sich nach der Rücktrittsankündigung der Aargauer CVP-Bundesrätin Doris Leuthard grösstenteils einig: die Nachfolge muss weiblich sein. CVP-Nationalrätin Ruth Humbel hat da konkretere Vorstellungen – sie fordert die FDP heraus. (1.8.2017)

Doris Leuthard bringt mit ihrer Rücktrittsankündigung FDP und CVP in eine schwierige Situation. Beide Parteien müssen bald einen Bundesrat ersetzen – bei beiden wird die Frauenfrage eine grosse Rolle spielen. CVP-Nationalrätin Ruth Humbel geht schon einmal in die Offensive.

Wenn Doris Leuthard als Bundesrätin zurücktritt, sitzt mit Simonetta Sommaruga vielleicht nur noch eine Frau in der Schweizer Exekutive. Die Ankündigung der Bundespräsidentin hat die Frauenfrage neu entfacht. Sogar der Aargauer SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner fordert, es brauche Frauen im Bundesrat.

Wird im Herbst ein FDP-Politiker als Nachfolger von Didier Burkhalter gewählt, lastet der ganze Frauendruck später auf der CVP. Das weiss auch CVP-Nationalrätin Ruth Humbel. Sie fordert deshalb die FDP heraus. "Es ist an den Freisinnigen, eine Frau zu stellen", sagt Humbel zu "Tele M1". Sie argumentiert historisch: Die FDP habe mit Elisabeth Kopp erst eine Bundesrätin gestellt.

Bei der FDP versucht man, die Frauenfrage zu entschärfen. FDP-Nationalrätin Corina Eichenberger macht sich für eine Zweierkandidatur stark, wenn es um die Burkhalter-Nachfolge geht. Die Bundesversammlung müsse eine Auswahl haben. Ob sie rein männlich ist oder nicht, darauf geht Eichenberger nicht ein. (mwa)

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