Familie Kast
Nach Kindsentführung: Nun hofft ausgerechnet Kast auf Hilfe der Kesb

Er schlug der Kesb ein Schnippchen, indem er seine Tochter und ihre Halbschwester ins Flugzeug nach Manila steckte. Doch nun ist alles anders: Christian Kast hat sich von seiner Frau getrennt – und hofft, dass ihm die Kesb hilft.

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Christian Kast: Nach der Trennung von seiner Frau hofft er auf die Rückkehr seiner Tochter.

Christian Kast: Nach der Trennung von seiner Frau hofft er auf die Rückkehr seiner Tochter.

Der 46-jährige Aargauer Christian Kast sorgte Ende Juli für grossen Wirbel, als er seine Tochter Alina (2) und deren Halbschwester Queen Alapag (6) nach einem Besuchstag nicht ins Heim in Trimbach SO zurückbrachte. Stattdessen fuhr er sie zum Flughafen Kloten, wo sie mit ihrer 29-jährigen Mutter nach Manila, der Hauptstadt der Philippinen, flogen. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (Kesb) hatte die Mädchen im September 2014 im Heim platziert.

Kast war bewusst, dass er für seine illegale Aktion bestraft werden würde. «Ich stelle mich jetzt und bade das Ganze aus. Wenn das alles vorbei ist, baue ich meiner Familie und mir eine Zukunft auf den Philippinen auf», sagte er damals zu Tele M1 (die az berichtete).

Doch jetzt ist alles anders: Kast hat die Beziehung zu seiner Frau beendet. Das verkündete er auf seinem Facebook-Acccount. Und nun braucht ausgerechnet er, der auf dem Weg zum Kesb-Märtyrer war, selbst die Hilfe der Kesb.

«Ich weiss nicht, ob es ein Fehler war», sagt er nun zu blick.ch über seine illegale Aktion, die Mädchen mit ihrer Mutter ins Flugzeug zu setzen. Wenn meine Frau nicht zur Vernunft kommt, muss ich meine Tochter zurück in die Schweiz holen.» Das gehe aber nur, wenn ihm die Kesb das Sorgerecht gebe. Kast: «Zurück ins Heim kommen die beiden auf keinen Fall!»

Um die Ehe der Kasts stand es schon vor dem Abflug von Mutter und Töchter nicht zum Besten. Nun kam offenbar Streit ums liebe Geld dazu. Kast habe ihr im August 2000 Franken geschickt, die sie für eine Geburtstagsparty verprasst habe, so Christian Kast.

Einen Scheidungskrieg wolle er trotzdem vermeiden. «Ich bin auf sie angewiesen», sagt er über seine Frau. «Sonst sehe ich meine Tochter nie wieder.» (pz)

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