Urteil

Nach jahrelangem Zoff: Aufsichtsbehörde spricht Schulpflege Aarburg von schweren Vorwürfen frei

Die Vorwürfe reichten von Verschleuderung von Steuergeldern über widerrechtliche Kündigungen hin zu Amtsmissbrauch und Nötigung. Nun liegen die Untersuchungsergebnisse vor.

Zwei Privatpersonen reichten im Mai 2019 nach jahrelangem Streit um die Schulpflege Aarburg bei der Aargauer Regierung eine Aufsichtsanzeige betreffend strategischer und operativer Führung der Schulen Aarburg ein. Die Vorwürfe waren schwerwiegend.

Sie betrafen die Verschleuderung von Steuergeldern im Umfang von 500'000 Franken aufgrund widerrechtlicher Kündigungen und leichtfertiger Entlassungen. Dazu kamen Amtsmissbrauch und Nötigung einer Lehrperson.

Die Aufsichtsbehörde befasste sich mit der Anzeige. Laut der Medienmitteilung der Schulpflege Aarburg befand die Behörde die angezeigten Punkte als gegenstandslos oder aufsichtsrechtlich nicht relevant.

«Das Departement Bildung, Kultur und Sport kam zum Schluss, dass es die Schulpflege Aarburg, beziehungsweise ihre Mitglieder unter sehr schwierigen Umständen mit grossem zeitlichen Aufwand geschafft haben die vielschichtige Krisensituation an der Schule aufzuarbeiten, das Vertrauen eines Grossteils der Lehrpersonen in die Schulführung wiederherzustellen und die Schule als Ganzes in ruhigeres Fahrwasser zu lenken», vermeldet die Schulpflege Aarburg weiter.

Die Aufsichtsbehörde konnte weder gravierende Pflichtverletzungen noch grobe Verstösse gegen das Gesetz feststellen. Insgesamt sei die Amtsführung der Schulpflege Aarburg nicht zu beanstanden. Somit seien aufsichtsrechtliche Massnahmen vonseiten des Kantons nicht nötig.

Autor

Mona Martin

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