Österreich
Nach Horrorfahrt in Sölden: Muss der Aargauer Amokfahrer lebenslang ins Gefängnis?

Der Aargauer Dario S. kaperte in Sölden offenbar stark alkoholisiert ein Auto. Die Insassen erlitten Todesangst, als er nach einer Horrorfahrt mit voller Absicht in ein Tunnelportal raste.

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Blick auf das Dorf Sölden.

Blick auf das Dorf Sölden.

Sölden Tourismus

Letzten Samstag um drei Uhr morgens sassen Mario G. (35) und seine Partnerin Andrea H.(28) im Auto eines Freundes. Dieser hielt vor einem Lokal in Sölden, um eine Tasche abzugeben. Weil er in Eile war, liess er den Motor an.

Dann kommt der Aargauer Dario S. aus dem Bezirk Aarau ins Spiel, wie der «Blick» schreibt. Der stark alkoholisierte 23-Jährige, der zum Skifahren in Österreich war, torkelte zum Ford Focus RS, dessen Türe offen stand und setzte sich hinters Steuer. Die Insassen baten ihn mehrfach auszusteigen, riefen den Notruf und die Polizei an. Dario S. war dies egal. Mit 1,8 Promille im Blut raste er mit bis zu 160 km/h durch die Ortschaft und sagte wiederholt, er wolle die beiden umbringen.

Aargauer ist vorbestraft

Nach zwei Kilometern endet die Horror-Fahrt: Dario S. fährt angeblich mit voller Absicht in ein Tunnelportal, als Mario G. versuchte, ihn von hinten zu würgen. Das Motiv ist unklar, jedoch war der Aargauer stark alkoholisiert. Ob Drogen im Spiel waren, wird noch untersucht.
Das Paar trägt von der Horrorfahrt ein Schleudertrauma, Rippen- und Schulterverletzungen sowie einige Blessuren an der Wirbelsäule davon. Sie hatten Glück im Unglück, denn unmittelbar neben dem Tunnel ist eine 100-Meter tiefe Schlucht.

Offenbar ist Dario S. kein unbeschriebenes Blatt. Auch in der Schweiz baute er bereits alkoholisiert einen Unfall und musste seinen Führerschein ein Jahr abgeben. Jetzt droht ihm der endgültige Ausweis-Entzug. Und: Gegen den Aargauer wird wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt. Ihm droht im schlimmsten Fall ein lebenslange Haftstrafe. (larsim)