Mitte April hatte Gabriel angekündigt, er werde im Herbst wieder zu den Wahlen antreten. Das war damals schon eine kleine Überraschung, weil er an der Gemeindeversammlung vom November 2016 eine bittere Niederlage erlitten hatte: Das Volk war nicht bereit, ihm eine Besoldungsverdoppelung von 15'000 auf 30'000 Franken zuzugestehen (bei einem 30-Prozent-Pensum).

Am 8. Juli 2017 wurden weite Teile von Uerkheim überflutet. Gemeindeammann Gabriel war stark gefordert und macht einen guten Job. Allerdings musste er sich rasch Fragen gefallen lassen, warum denn die Uerkner nichts für den Hochwasserschutz getan hatten. Gabriel selber hat sich diesbezüglich nichts vorzuwerfen.

Er schreibt am Freitag: „Zweimal habe ich bei unseren Hochwasserschutzprojekten vor den Folgen gewarnt, wenn wir nichts unternehmen. Unsere Warnungen sind nun leider bestätigt worden und die Schäden sind genauso oder noch schlimmer eingetroffen als vorausgesagt.“

Überschwemmung in Uerkheim

Überschwemmung in Uerkheim

Im Oktober 2015, bei der zweiten Referendumsabstimmung über den  der Hochwasserschutz habe er gemahnt: „Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser.“

Nun habe der Gemeinderat Uerkheim die Möglichkeit und die Pflicht, das Hochwasserschutzprojekt ein drittes Mal an die Hand zu nehmen. „Bereits hat sich wieder Grundsatzopposition angekündigt“, schreibt Gabriel. Und weiter: „Ich stehe voll und ganz hinter einem neuen Hochwasserschutzprojekt. Allerdings möchte ich nicht ein drittes Mal als Gemeindeammann an der Urne unsere Bemühungen zerstört sehen.“

Überschwemmung in Uerkheim

Überschwemmung in Uerkheim

Diese Bilder zeigen eindrücklich, wie Uerkheim beim Unwetter vom 8. Juli 2017 überschwemmt wurde.

Er denke es sei besser, das Hochwasserschutzprojekt „einem neuen, unbelasteten Gemeinderat und Gemeindeammann zu überlassen, damit er es zu einem erfolgreichen Ende führen kann“, meint Gabriel. Darum habe er sich „schweren Herzens entschieden, nicht mehr als Gemeinderat und Gemeindeammann Uerkheim zu kandidieren“.