Luftkampf im Regierungsrat: Weil Susanne Hochuli als Militärdirektorin in einem Komitee aktiv gegen die Gripen-Beschaffung kämpft, beziehen nun auch die bürgerlichen Regierungsräte Position.

Für den Abstimmungskampf um den Gripen-Kauf am 18. Mai hat sich ein kantonales Ja-Komitee gebildet, dem sich die Regierungsräte Roland Brogli, Stephan Attiger und Alex Hürzeler angeschlossen haben.

Das Co-Präsidium teilen sich Nationalrätin Corina Eichenberger (FDP), Nationalrat Bernhard Guhl (BDP), Grossrat Thomas Burgherr (Präsident SVP Aargau), Grossrat Markus Dieth (CVP, Grossratsvizepräsident) sowie den Präsidenten der Offiziersgesellschaften und weiterer militärischer Verbände.

Laut einer Mitteilung von SVP-Parteisekretär Pascal Furer haben sich auch die drei bürgerlichen Regierungsräte entschieden, dem Komitee «Sicherheit zuerst - JA zum Gripen!» beizutreten.

«In der letzten Woche hatte sich dies abgezeichnet, danach habe ich Roland Brogli, Stephan Attiger und Alex Hürzeler offiziell für einen Beitritt angefragt», sagt Furer auf Anfrage der Aargauer Zeitung.

Er sieht dies als Reaktion darauf, dass sich Militärdirektorin Hochuli «unverständlicherweise an vorderster Front gegen das wichtige Projekt der Armee einsetzt».

Der Aargauer Regierungsrat hat für die Gripen-Abstimmung keine gemeinsame Parole herausgegeben.

Deshalb sind einzelne Regierungsmitglieder frei, ihre persönliche Meinung im Abstimmungskampf zu vertreten.

Damit hatte Balz Bruder, der Mediensprecher der Militärdirektorin, Hochulis umstrittenes Engagement in der Aargauer Zeitung verteidigt.