Coronavirus

Nach Covid-Code-Fall im Aargau: SP fordert dringend Verbesserungen beim Contact Tracing

Die SP Aargau fordert «eine unverzügliche Verbesserung der Prozesse beim Contact Tracing im Kanton Aargau». (Symbolbild)

Die SP Aargau fordert «eine unverzügliche Verbesserung der Prozesse beim Contact Tracing im Kanton Aargau». (Symbolbild)

Das Twitter-Protokoll der Aargauer Kantilehrerin Monika Stiller, deren Sohn nach einem positiven Test 42 Stunden auf den Code für die Swiss-Covid-App warten musste, ruft die Politik auf den Plan.

Die SP Aargau fordert «eine unverzügliche Verbesserung der Prozesse beim Contact Tracing im Kanton Aargau», wie es in einer Medienmitteilung heisst. Es dürfe nicht sein, dass vom Bekanntgeben des positiven Testresultats bis zur Benachrichtigung der Kontakte durch die SwissCovid-App mehrere Tage vergehen, kritisieren die Aargauer Sozialdemokraten.

Angesichts der steigenden Covid- 19-Fallzahlen in der ganzen Schweiz ein schnelles und effektives Contact- Tracing, hält die SP fest. Mit einer schnellen Warnung von Kontaktpersonen könnten weitere Infektionen verhindert werden. Die SP begrüsse daher das digitale Contact-Tracing über die SwissCovid-App ausdrücklich.

Erschreckend sei jedoch «das jüngst bekannt gewordene Beispiel eines Aargauer Schülers, der nach dem positiven Testergebnis 42 Stunden auf den App-Code warten musste». Im Anschluss dauerte es erneut zwei Stunden, bis das Umfeld über die App informiert wurde. Und wiederum 16 Stunden, bis sich ein Contact-Tracer bei den Kontaktpersonen des Kantischülers meldete, wie zuerst das Onlineportal «watson» meldete.

Prozesse überprüfen und falls nötig Stellen aufstocken

Die SP fordert, dass die Contact-Tracing-Prozesse im Aargau umgehend überprüft und optimiert werden. «Für ein effizientes Contact Tracing müssen das positive Testresultat und der Swiss Covid-App-Code möglichst zeitgleich versendet werden», hält Parteipräsidentin Gabriela Suter fest. Dabei dürfe es keine Rolle spielen, ob das Testresultat unter der Woche oder am Wochenende bekannt werde.

Das Gesundheitsdepartement hatte erklärt, am Sonntag würden keine Codes vergeben. Nur mit einer raschen Vergabe des Codes könnten Neuinfektionen und effektiv verhindert und Ansteckungsketten unterbrochen werden, sagt Suter weiter. Wenn es mehrere Tage daure, bis mögliche Kontaktpersonen informiert werden, könnten sich bereits weitere Menschen angesteckt haben.

Das Coronavirus sei eine potenziell lebensbedrohliche Gefahr für viele Menschen, schreibt die SP. Und auch die wirtschaftlichen Folgen seien katastrophal: «Schon jetzt sind wir in einer der grössten Rezessionen seit langem. Ein zweiter Lockdown hätte fatale Folgen.» Die Bekämpfung von Covid-19 müsse deshalb oberste Priorität haben. «Sollte es nötig sein, Stellenprozente beim Contact-Tracing zu erhöhen, so muss dies umgehend geschehen», hält SP-Fraktionspräsident Dieter Egli fest. Aus seiner Sicht wäre es fatal, hier zu sparen, «denn eine weitere Ausbreitung des Coronavirus kostet den Kanton einiges mehr».

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