Windisch

Nach Ausbrüchen von Kris V. und Karl J.: Königsfelden reagiert und baut einen Hochsicherheitstrakt

Psychiatrische Klinik Königsfelden baut Hochsicherheitstrakt

Psychiatrische Klinik Königsfelden baut Hochsicherheitstrakt

Innert kürzester Zeit konnten aus der Klinik zwei Mörder fliehen. Mit dem neuen Hochsicherheitstrakt soll das verhindert werden.

Innert kurzer Zeit sind in der Psychiatrischen Klinik Königsfelden zwei verurteilte Mörder ausgebrochen. Nun reagieren die Verantwortlichen: Man baut ein neues, ausbruchsicheres Gebäude für bis zu 30 Millionen Franken.

Ende Mai 2016 brach der heute 22-jährige Kris V., der 2009 die damals 17-jährige Boi getötet hatte, aus Königsfelden aus. Anfang dieses Jahres gelang Karl J., der 2013 seinen Bruder in Büsserach SO tötete, die Flucht aus der Psychiatrischen Klinik.

Zwar konnten beide wenige Tage nach ihrem Entweichen wieder gefasst werden, Kris V. in Deutschland und Karl J. neben der Autobahn in Müllingen. Dass zwei Mörder aber aus der geschlossenen Abteilung entweichen konnten, sorgte in der Schweiz für grosse Entrüstung.

Nun reagieren die Verantwortlichen. PDAG-Chef Jean-François Andrey erläutert gegenüber TeleM1: «Wir haben wegen der Entweichungen eine Sicherheitsexpertise machen lassen und Sofortmassnahmen umgesetzt. Als Folge davon planen wir jetzt einen sicheren Erweiterungsbau.»

Diese ausbruchsicherer Anbau soll zwischen 20 und 30 Millionen Franken kosten und 2021, ein Jahr nach der Gesamtsanierung der Psychiatrischen Klinik, vollendet sein. Darin sollen dereinst 26 Insassen Platz finden.

Als guten Anfang, aber nicht ausreichend bezeichnet es GLP-Nationalrat und Sicherheitspolitiker: «Bei über 140 Personen im Nachvollzug brauchen wir viel mehr solche Plätze». Flach sieht auch einen Lösungsansatz: «Die Kantone sollte viel mehr zusammenarbeiten können, das würde die Kosten pro Einzelplatz auch massiv reduzieren.» (edi)

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