Ausgesetzte Tiere

Nach Aufruf der «Schweiz am Wochenende»: Elf Büsi haben ein neues Daheim bekommen

Bereits sind wieder fünf neue Katzen im Tierheim eingetroffen.

Bereits sind wieder fünf neue Katzen im Tierheim eingetroffen.

Vor einer Woche berichtete die «Schweiz am Wochenende» von Tieren, die gerade während den Sommermonaten ausgesetzt werden. Nun konnte der Tierschutzverein gleich elf Katzen vermitteln – doch drei Kaninchen warten noch auf Plätze.

Letzte Woche berichtete die «Schweiz am Wochenende» über einen Aufnahmestopp für Katzen im Tierheim des Aargauischen Tierschutzvereins in Untersiggenthal. Der Grund: Das Heim betreute so viele Findel- und andere Katzen wie nie zuvor. Die Katzengehege und -zimmer waren – unter Einhaltung der Tierschutzvorgaben – schlicht alle vergeben.

Der Bericht zeigte Wirkung. Letzten Samstag stand das Telefon im Tierheim laut ATs-Präsidentin Astrid Becker nicht still. Mehrere der in dieser Zeitung vorgestellten Katzen fanden ein neues Daheim. Das gilt für Fidschi und Fabius ebenso wie für Gipsy und Rocky, die je nur zusammen in eine neue Obhut gegeben wurden.

Aufgrund des Berichts kamen noch mehr Leute ins Tierheim. So haben inzwischen auch sechs Jungkätzchen und eine weitere – im Bericht nicht vorgestellte – Katze ein neues Plätzchen, mehrere Katzen haben gute Aussicht darauf. Elf Katzen fanden also bereits ein neues Daheim. Kann man den Aufnahmestopp also aufheben? Becker lacht: «Seither bekamen wir fünf neue Katzen, nochmals fünf werden folgen. Die Plätze sind also fast schon wieder weg. Wir haben deshalb nur Platz für Notfälle. Sie sehen, es hört nicht auf.»

Bilder aus dem Tierheim des Aargauischen Tierschutzvereins in Untersiggenthal:

Immer noch ein Plätzchen sucht Sharky. Die achtjährige Wohnungskatze ist gesundheitlich angeschlagen, sie braucht Spezialfutter. Das hätte viele nicht davon abgehalten, sie aufzunehmen. Das Tierheim musste aber mehrere voll berufstätige Interessenten abweisen, «weil Sharky sehr anhänglich ist, viel, viel Zeit und daher ein Plätzchen bei Besitzern braucht, die viel zu Hause sind», so Astrid Becker. Becker hofft auf das nahende Sommerferienende, wenn sich erfahrungsgemäss viele Familien für ein Büsi oder ein anderes Haustier entscheiden, und dafür ins Tierheim kommen. Dort warten auch die vergangenen Samstag vorgestellten drei Kaninchen Blacky, Lina und Beauty noch auf liebe Besitzer. Inzwischen sind sechs weitere Kaninchen im Tierheim eingetroffen.

Astrid Becker macht sich für eine Kastrationspflicht für Freigängerkatzen stark. Eine solche Pflicht fordert auch eine nationale Petition mit bereits 55 000 Unterschriften. Der Aargauische Tierschutzverein trägt diese Petition mit.

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