Abschied

Nach 40 Jahren bei der Kripo sagt Max Suter ade: «Es ist ein gutes Gefühl»

Einer der legendärsten Aargauer Polizisten geht in Pension

Einer der legendärsten Aargauer Polizisten geht in Pension

Nach 40 Jahren in Uniform macht Max Suter bei der Kantonspolizei Aargau Schluss. Er war unter anderem langzeitig in der Funktion als Mediensprecher tätig. Der 65-Jährige verrät nun die Höhepunkte seiner Karriere und seine Pläne als Rentner.

Max Suter ermittelte in Mordfällen und vertrat die Kapo Aargau gegen aussen. Der Polizist und Pressesprecher geht Ende Mai in Rente. Danach will er für die SVP in den Grossen Rat.

40 Jahre lang war er Polizist. Nun geht Max Suter Ende Mai offiziell in Rente. Der 65-jährige Aarauer war bei der Kriminalpolizei Aargau in der Gruppe Leib und Leben tätig und hat bei der Aufklärung etlicher Verbrechen mitgeholfen. «Jeder Fall war einzigartig, aber vor allem jedes Tötungsdelikt», sagte er Ende Mai in einem Interview mit der Aargauer Zeitung.

Schon als Kind wollte Suter Polizist werden, 1980 ging er zur Stadtpolizei Aarau und absolvierte die Polizeischule am Polizeiinstitut in Neuenburg. Vier Jahre später wechselter er zur Kantonspolizei Aargau, dort war er zunächst in Brugg, danach in Frick tätig. Zur Kriminalpolizei kam er schliesslich 1998 und blieb bis heute. 

Neben seinem Job als Polizist war er auch Pressesprecher, sein Verhältnis zu Journalisten gespalten: «Journalisten können uns Polizisten manchmal echt nerven. Die Medien wollen Infos und die Polizei zuerst ermitteln», so Suter. Trotzdem habe man sich immer irgendwo gefunden und respektvoll zusammengearbeitet. 

Den Vierfachmord von Rupperswil, bei dessen Aufklärung auch Max Suter beteiligt war, behält er als besonders belastend in Erinnerung. Er erinnert sich noch an die Erleichterung, als der Täter verhaftet werden konnte: «Es war wie ein Ballon, aus dem die Luft entweicht, die ganze Anspannung fiel auf einmal ab», sagt der Polizist gegenüber TeleM1.

Nach der Pension will er in den Grossrat

Mitte März kommt es für den erfahrenen Polizisten doch noch zu einer Premiere. Weil er sich im Skiurlaub in Ischgl mit dem Coronavirus infizierte, musste er für zwei Wochen in Heimquarantäne. «Ich bin eigentlich ein aktiver Mensch und ständig unterwegs. Das Stillsitzen ist jetzt schon etwas anderes», sagte der Polizist damals über die Erfahrung.

Max Suter war schon während seiner Zeit bei der Kapo für die SVP im Einwohnerrat Aarau. Für den Grossen Rat darf man als Polizist nicht kandidieren, das ändert sich nun nach seiner Pension. Der 65-Jährige stellt sich für die SVP zur Wahl im Oktober auf. «Ich hätte ja dann die Zeit», meint der Noch-Kripo-Beamte.

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