Brittnau
Mordfall von Brittnau: Untersuchung abgeschlossen, aber die Anklage fehlt

Vor über zwei Jahren im April 2012 tötete ein Asylbewerber einen 63-jährigen Schweizer in dessen Haus in Brittnau. Noch immer fehlt die Anklage gegen den Mörder. Der Grund: Abklärungen im Ausland zogen die Ermittlungen in die Länge.

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Mordfall von Brittnau

Mordfall von Brittnau

Raphael Nadler

Über zwei Jahre ist es her, seit der damals 63-jährige Willi M. in der Nacht auf den 15. April 2012 in seinem Haus an der Fennernstrasse 1 von einem Asylbewerber aus Marokko getötet wurde.

Obwohl der damals 27-jährige Mann fünf Tage nach der Tat verhaftet werden konnte und nur wenige Zeit später ein Teilgeständnis abgelegt hat, kam es noch nicht zu einer Anklage. «Abklärungen im In- und vor allem im Ausland zogen die Untersuchungen in die Länge», sagt Elisabeth Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft.

Tötungsdelikt in Brittnau Die Kantonspolizei Aargau war bereits in der Nacht im Einsatz.
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Tötungsdelikt in Brittnau
Tötungsdelikt in Brittnau
Tötungsdelikt in Brittnau
Tötungsdelikt in Brittnau Kriminaltechniker sichern die Spuren vor Ort.
Tötungsdelikt in Brittnau Auch vom Rechtsmedizinischen Dienst Bern ....
Tötungsdelikt in Brittnau ....waren Techniker vor Ort.
Tötungsdelikt in Brittnau
Tötungsdelikt in Brittnau
Tötungsdelikt in Brittnau
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Tötungsdelikt in Brittnau
Tötungsdelikt in Brittnau
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Tötungsdelikt in Brittnau Die Kantonspolizei Aargau war bereits in der Nacht im Einsatz.

Raphael Nadler

Verteidiger-Wechsel beantragt

Seit Anfang 2013 sitzt der vorbestrafte Asylbewerber im vorzeitigen Strafvollzug. Im Februar dieses Jahres wurde mit dem Beschuldigten die Schlusseinvernahme durchgeführt.

«Gleichzeitig hat der Beschuldigte um Auswechslung des amtlichen Verteidigers nachgesucht», sagt Elisabeth Strebel weiter. «Dieser Antrag wurde von der Staatsanwaltschaft abgewiesen und der Beschuldigte hat daraufhin Beschwerde erhoben, weshalb diese Sache noch am Obergericht hängig ist.»

Grundsätzlich sei die Strafuntersuchung seit März dieses Jahres abgeschlossen. Derzeit laufe noch eine Frist, die es den Parteien ermöglicht, Beweisergänzungsanträge zu stellen.

«Sofern keine solchen Anträge erfolgen, sollte die Anklage im Sommer erhoben werden», sagt die Sprecherin der Staatsanwaltschaft weiter, «es sei denn, es kommt zu einem Anwaltswechsel.» (ran)