Crime Stop
Mit Taschenlampe und Funkgerät: Zivilschützer sollen Einbrecher vertreiben

Im Aargau sollen Zivilschützer in Wohnquartieren auf Patrouille gehen und so das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessern. Jede Zivilschutzorganisation benötigt für den Einsatz eine Bewilligung des Kantons.

Silvan Hartmann
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Zivilschützer sollen Aargauer Bevölkerung Sicherheit vermitteln (Symbolbild)

Zivilschützer sollen Aargauer Bevölkerung Sicherheit vermitteln (Symbolbild)

Keystone

Die Bevölkerung hat längst genug: Immer wieder brechen kriminelle Asylbewerber in Wohnhäuser ein.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, hat die Regierung im Juli die Task Force «Crime Stop» ins Leben gerufen. Nun sollen in diesem Zusammenhang Zivilschützer auf Patrouille gehen und damit die Aargauer Polizei unterstützen. Das hat die Regierung gestern an einem Informationsabend regionalen Vertretern des Zivilschutzes sowie der Regionalpolizeien mitgeteilt.

Zivilschützer sind unbewaffnet

Die Kontrollgänge im Kampf gegen die vielen Einbrecher sollen vor allem in Wohnquartieren durchgeführt werden und so das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung verbessern.

Die Einsätze sind für die Zivilschützer freiwillig und werden besoldet. Die Freiwilligen sollen auf den Kontrollgängen unbewaffnet unterwegs sein, ausgerüstet mit Funkgerät und Taschenlampe.

Schliesslich gehe es nicht darum, dass die Zivilschützer aktiv gegen Einbrecher vorgehen würden, hält die Regierung fest: «Die Zivilschützer machen grundsätzlich nichts anderes als aufmerksame Bürger, die aus dem Fenster schauen und verdächtige Vorkommnisse der Polizei melden», erklärt Peter Buri, Sprecher der Aargauer Regierung.

Der Entscheid, ob Patrouillen in Dörfer durchgeführt werden, liegt bei den regionalen und kommunalen Behörden. Kommen solche Einsätze infrage, müssen die Zivilschutzorganisationen eine Bewilligung der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz einholen. Ausserdem sind die Rundgänge stets mit der Polizei abgesprochen.

Solche Zivilschutzeinsätze zugunsten der öffentlichen Sicherheit sind nicht neu: Schon in früheren Jahren wurden solche Einsätze in verschiedenen Gemeinden geleistet. Im Wynental werden sie noch heute in den Wintermonaten mit Erfolg durchgeführt.

Ob sich jedoch auch in anderen Regionen Freiwillige finden lässt, steht noch in den Sternen. In Suhr etwa wurden Patrouillen schliesslich wieder abgesetzt - nicht zuletzt, weil es zunehmend schwierig wurde, Freiwillige zu finden.

Bei der Regierung geht man derzeit davon aus, dass die Kontrollgänge frühestens ab Dezember durchgeführt werden können.

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