Sonnenmission

Mit starker Aargauer Beteiligung: Weltraumsonde Solar Orbiter startet erfolgreich zur Sonne

Weltraumsonde Solar Orbiter startet erfolgreich zur Sonne – FHNW-Wissenschaftler zittern mit

Drei, zwei, eins, der Orbiter startet in Cape Canaveral, Florida, mit viel Getöse ins Weltall. In Brugg verfolgen die Wissenschaftler den Raketenstart vor dem Bildschirm.

Die Sonde Solar Orbiter ist heute Morgen ins All gestartet. Ziel der Mission ist es, die Sonne zu erforschen. Wissenschaftler der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg-Windisch haben das Röntgenteleskop an Bord entwickelt. Sie bangten beim Start kräftig mit.

Um kurz nach 5 Uhr mitteleuropäischer Zeit ist heute die Weltraumsonde Solar Orbiter von Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida aus ins All gestartet. Die Mission Solar Orbiter ist eines der Flagship-Programme der Europäischen Weltraumorganisation ESA und kostet insgesamt mehr als 1 Milliarde Franken. Ziel ist es zu verstehen, wie die Sonne ihre Umgebung und das gesamte Sonnensystem beeinflusst.

Die Mission steht unter starker Aargauer Beteiligung: Forscher der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) haben das Röntgenteleskop STIX entwickelt, eines von zehn Instrumenten an Bord der Solar Orbiter. Einige Software-Ingenieure und Datenwissenschaftler des Teams fieberten heute am FHNW-Campus in Brugg-Windisch mit und verfolgten den Start via Livestream auf zwei Monitoren. Drei heikle Momente gab es zu überstehen: Beim Start, beim Empfangen des ersten Signals und beim Aufahren der Solar Panels.

Forscher des Instituts für Data Science am Campus der FHNW in Brugg-Windisch.

Forscher des Instituts für Data Science am Campus der FHNW in Brugg-Windisch.

Um 6.19 Uhr dann die Erleichterung: Der Kontakt war hergestellt, die Solar Panels erfolgreich aufgeklappt. "Wir haben es geschafft, wir sind im All", freute sich Andreé Csillaghy, Leiter des Instituts für Data Science an der FHNW. Am 24. März folgt bereits der nächste Meilenstein: Dann wird das Röntgenteleskop STIX zum ersten Mal eingeschaltet. Die Wissenschaftler können dann Daten empfangen und auswerten. Geplantes Ende der Mission ist im Dezember 2025.

Aargauer Forscher «röntgen» die Sonne – kurz vor dem Start erklärte Martina Battaglia von der Fachhochschule Nordwestschweiz, worum es geht:

Solar Orbiter kurz vor Start - Aargauer Forscher "röntgen" die Sonne

  

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