Fahrdienst
Mit Nez Rouge unterwegs im Aargau: «Also ich würde meinen Autoschlüssel nicht hergeben»

Nez Rouge: Seit 23 Jahren fahren Freiwillige über die Festtage durch den Aargau und bringen andere, die gemütlich – mit Familie und Glas Wein – Weihnachten feierten, sicher nach Hause. Tele M1 hat ein Team begleitet und gefragt, warum sie es tun.

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Man könnte es meinen, aber erfunden haben Nez Rouge nicht wir Schweizer. Entstanden ist die Idee vor über 30 Jahren in Kanada. 1990 schwappte das Konzept erstmals in die Schweiz über. Im Aargau gibt es das Fahr-Angebot nun seit 23 Jahren.

Und auch dieses Jahr sind wieder Freiwillige unterwegs – während andere gemütlich mit der Familie feiern und sich das eine oder andere Glas Wein oder Schnaps gönnen. Insgesamt 24 Teams fahren diese Tage durch den Kanton – ohne Verdienst, denn was die Kunden bezahlen, geht an die Stiftung RoadCross Schweiz.

Praktische Gründe

Doch warum fährt man freiwillig an Weihnachten für andere in der Gegend herum? Stephan Wittmer erklärt scherzend: «Wir haben gedacht, wir müssen so weniger Geschenke kaufen, um einen unterhaltsamen Abend zu haben.» Ihr gefällt, wenn die anderen Leute ein schönes Fest haben können und fröhlich nach Hause kommen.

Dafür müssen die «Kunden» aber einen Fremden ans Steuer des eigenen (geliebten) Autos lassen. «Anfangs ist schon schwierig», wie Luca bestätigt, der dieses Jahr erstmals mit Nez Rouge gefahren ist. Aber Tina Maier habe es sehr gut gemacht. Diese versteht die Situation und gesteht lachend: «Ich würde meinen Autoschlüssel nicht hergeben.»

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