Alter

Mit 60 fängt das Leben an: Diese Aargauer Altersprojekte sind top

Freude herrscht: Beate Krützer (Akzenta Nova) und Kristina  Terbrüggen (Freiwilligenarbeit Suhr) vom Projekt «Lesementoring» in Suhr, das den dritten Preis (Publikumspreis) gewann. Links von den beiden Damen die Gewinner des zweiten und ersten Preises.

Silver Award

Freude herrscht: Beate Krützer (Akzenta Nova) und Kristina Terbrüggen (Freiwilligenarbeit Suhr) vom Projekt «Lesementoring» in Suhr, das den dritten Preis (Publikumspreis) gewann. Links von den beiden Damen die Gewinner des zweiten und ersten Preises.

Am zweiten Alterskongress in Aarau standen die vom Regierungsrat verabschiedeten Leitsätze zur Alterspolitik und deren Umsetzung im Zentrum. Zudem wurden erstmalig drei Altersprojekte ausgezeichnet.

Zwei Jahre nach der Erstauflage des kantonalen Alterskongresses ging am Samstag die Zweitauflage über die Bühne. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer befassten sich unter dem Titel «60 plus - und jetzt geht's los!» in verschiedenen Ateliers mit den Leitsätzen zur Alterspolitik. Dies, nachdem vor zwei Jahren unter dem Titel «60 plus - na und?» der Grundstein für die Leitsätze gelegt worden war.

Regierungsrätin Susanne Hochuli, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales (DGS), führte vor diesem Hintergrund am zweiten Alterskongress aus: «geschätzt - selbstbestimmt - beteiligt - generationengerecht»: Ich finde, das sei eine gute Affiche für die Leitsätze zur Alterspolitik. Denn die Leitsätze spiegeln ein umfassendes Verständnis von Alterspolitik wider, es werden alle Facetten des Alterns einbezogen - und doch wird ein gemeinsamer Fokus erzeugt. Die Leitsätze nehmen gleichsam vier Perspektiven auf, welche dem «neuen Blick auf das Alter(n)» entsprechen.

Glück ist auch im Alter selbstbestimmt

Der Kanton sei jedoch nicht der «Glücksbringer». Die Regierungsrätin wörtlich: «Das wäre meiner Ansicht nach falsch. Vielmehr geht es darum, dass jene, die sich mit der Alterspolitik und
ihrer Umsetzung befassen, selber bestimmen, was Glück für sie bedeutet. Denn sie sind es, die dann mit ihrem eigenen Glück glücklich werden müssen. In diesem Sinn bietet der Kanton gerne Anleitung zum Glücklichsein. Aber glücklich werden, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des heutigen Alterskongresses, müssen, dürfen Sie selber.»

Drei Projekte wurden ausgezeichnet

Erstmalig verliehen wurde am zweiten Alterskongress der Silver Award für inspirierende Projekte und Ideen im Altersbereich. Aus 22 Projekten hat die aus Fachpersonen und Vertretungen von Altersorganisationen bestehende Jury deren 6 für die Preisverleihung nominiert.

Den ersten Preis holte sich das «forum 60 plus der Gemeinden Habsburg, Hausen, Mülligen und Windisch»; einerseits mit ihrem Verein, andererseits mit dem Portal «Senioren helfen Senioren»(www.forum- 60-plus.ch). Die Jury führt zum Siegerprojekt aus: «Der Verein forum 60 plus mobilisiert und realisiert die Ressourcen der älteren Menschen mit Herzblut auf vielfältige Art und Weise.» Zum Beispiel mit Angeboten zur Freizeitgestaltung oder Mittagstisch.

Den zweiten Preis eroberte argomed Ärzte AG mit dem Projekt «Silver Doc Pool» (www.argomed.ch).

Über den dritten Preis freuen dürfen sich die Gemeinde Suhr und «AkzentaNova - Projektwerkstatt für Menschen mit Erfahrung» mit dem Projekt «Lesementoren Suhr - Leseförderung, die
wirkt» (www.akzentanova.ch). Dort lesen unter anderem ältere Menschen unentgeltlich mit Kindern und fördern so nicht nur das Interesse an Büchern und am Lesen, sondern auch an der deutschen Sprache, die oft nicht immer die Muttersprache der teilnehmenden Kinder ist. (cls)

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